Praktisch und preiswert

von Redaktion

Erste Eindrücke vom neuen Einstiegs-SUV Kia EV2

Mit dem EV2 kommt jetzt das Einstiegs-SUV von Kia in den Handel, zu Preisen ab knapp 32.000 Euro. Auf die günstigere, allerdings auch recht spartanisch ausgestattete Basisversion für 26.600 Euro müssen Interessenten noch bis zum Herbst warten.

Die Version „Earth“ ist gut bestückt, viele Features haben die Entwickler aus den größeren Modellen übernommen. Für den Antrieb des 4,06 Meter langen E-SUV steht ein 42,2-kWh-Akku mit einer Reichweite von 317 Kilometern zur Verfügung. Die ab Juli verfügbare Langstreckenversion für 453 Kilometer erhält eine 61,0-kWh-Batterie. Beide Varianten laden mit 118 kW und benötigen rund 30 Minuten, um den Akku von 10 auf 80 Prozent zu bringen.

Der Motor mit dem kleineren Akku ist mit 146 PS stärker als der mit dem größeren, der 135 PS hat. Im Alltagsbetrieb macht sich dieser Unterschied nicht bemerkbar, die Fahrleistungen sind gleich. Mit an Bord hat der EV2 einen Wechselrichter, der auch an einer Standard-Säule Laden mit 22 kW erlaubt.

Das Erscheinungsbild des Einstiegs-SUV ist kräftig-robust und schnörkellos. Die Kia-Designer haben an der Front die senkrechten Linien neben den serienmäßigen LED-Scheinwerfern weit nach außen gesetzt und stark betont, Front und Seitenlinien folgen strengen geometrischen Formen. Das Heck ist eine große, bis auf die Heckscheibe geschlossene Fläche ohne Schnickschnack – sachlich und funktional.

Im Innenraum dominieren harte und weiche Kunststoffe. Das Gestühl ist bequem, mit praktischen und farbenfrohen Bezügen. Im Cockpit sind sehr gut auflösende Displays verbaut, die klar und zuverlässig die Aggregatzustände des Autos abbilden. Je nach Ausstattungsversion gibt es alles von Handy- bis Festplattennavigation, von App-Integration bis Rückfahrkamera.

Bei normaler Fahrweise fällt auf, dass der WLTP-Verbrauchswert doch in allzu weite Ferne rückt; schon nach knapp 250 Kilometern war beim Testwagen der Aufladen-Alarm zu hören. Der Motor hat mit dem gut 1,6 Tonnen schweren Auto keinerlei Mühe, lediglich das Fahrwerk könnte etwas strammer ausgeführt sein. Wie die Lenkung macht es einen insgesamt etwas indifferenten Eindruck.

Wie üblich gibt Kia auf das Fahrzeug sieben und auf die Batterie acht Jahre Garantie. FRANK THOMAS UHRIG/SP-X

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