Aufgrund der geopolitischen Unruhen ist der Finanzmarkt unter Druck. Gerade Aktien verlieren aktuell häufig an Wert, der Geldmarkt ist unsicherer geworden. Für Anleger liegt es deshalb nahe, sich wieder näher mit dem Immobiliensektor zu beschäftigen. Nach den Jahren 2023 und 2024, in denen die Immobilienpreise fielen, hat sich der Markt deutlich stabilisiert und zeigt in Sachen Wertsteigerung teils wieder nach oben. Die Finanzierung von Haus oder Wohnung ist dabei längst nicht so kompliziert, wie viele denken. Im Folgenden sind die wichtigsten Begriffe verständlich erklärt.
Annuität: Als Annuität bezeichnet man die Jahreszahlung, die bei einem Darlehen Zins und Tilgung gemeinsam ergeben. Die jährliche Zahlungsgröße tilgt Stück für Stück den anfänglichen Kredit inklusive Zinsen. Der Anteil von Zinsen und Tilgung kann variieren, die Annuitätssumme bleibt jedoch gleich.
Tilgung: Die Tilgung bezieht sich auf den Prozess, bei dem ein Kreditnehmer Teile oder den gesamten Betrag seines Kredits an die Kreditgeberin zurückzahlt. Die Tilgungsrate entspricht dem Prozentsatz des Kredits, der jedes Jahr zurückgezahlt wird.
Sollzinssatz: Dies ist der Zinssatz, den ein Kreditinstitut für einen Kredit oder ein Darlehen verlangt. Er kann fest oder variabel sein. Bei einem festen Sollzinssatz bleibt der Zinssatz über die gesamte Laufzeit des Kredits oder Darlehens unverändert. Bei einem variablen Sollzinssatz kann der Zinssatz je nach Entwicklung der Marktzinsen steigen oder fallen.
Kredit versus Hypothek: Nicht jeder Kredit ist eine Hypothek, aber Hypotheken sind immer Kredite. Bei Krediten handelt es sich um ein Darlehen ohne dingliche Sicherung. Eine Hypothek ist ein Darlehen mit dinglicher Sicherung – und zwar in Form des Grundpfandrechts an der zu finanzierenden Immobilie. Bei der Finanzierung einer Wohnung oder eines Hauses trifft man deshalb oft auf die Form der Hypothek, zwingend ist sie allerdings nicht.
Eigenkapital ist ein wichtiger Faktor bei der Baufinanzierung. Es bezeichnet den Anteil des Kaufpreises einer Immobilie, den der Käufer aus eigener Tasche finanziert. Der restliche Teil wird in der Regel durch einen Kredit finanziert. Ein Kreditnehmer mit hohem Eigenkapitalanteil erhält in der Regel bessere Tilgungs- und Zinsraten. Christoph Kastenbauer