Ein Quartier wächst weiter

von Redaktion

Lange geplantes Stück Stadt: Im Park der Alten Spinnerei Kolbermoor entsteht der vierte Bauabschnitt

Ein eher leiser, kleiner Moment – und doch einer mit großer Bedeutung: Am 21. April wurde im Park der Alten Spinnerei der Grundstein für den vierten Bauabschnitt gelegt. Ins Fundament eingelassen: eine Zeitkapsel, gefüllt mit persönlichen Wünschen von Käufern, Architekten und Projektbeteiligten. Gedanken an die Zukunft eines Quartiers, das längst mehr ist als ein Bauprojekt.

Es gibt Entwicklungen, die Zeit brauchen, um ihre Qualität zu entfalten. Die Alte Spinnerei in Kolbermoor ist ein solches Beispiel. Seit der Übernahme des ehemaligen Industriegeländes im Jahr 2006 ist hier Schritt für Schritt ein lebendiges Quartier entstanden. Historische Backsteinbauten wurden saniert, neue Gebäude behutsam ergänzt. Heute finden sich hier Wohnungen ebenso wie Restaurants, Büros, Einzelhandel, Arztpraxen und eine Apotheke, eine Kunstakademie und ein weitläufiger Park – ein Stück Stadt mit eigenem Charakter.

Wohnen im Park,
direkt am Wasser

Mit dem Y-Haus und dem Conradty-Haus entstehen im Park zwei weitere Wohngebäude – eingebettet in jahrhundertealten Baumbestand und in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Geplant von Behnisch Architekten, die die Entwicklung seit Jahren prägen, greifen die Neubauten die Qualitäten des Ortes auf und führen sie weiter. Einst standen hier, inmitten des Parks, die Villen der Direktoren der Alten Spinnerei – der Park samt Weiher wurde eigens für sie und ihre Familien angelegt und blieb der Öffentlichkeit lange Zeit verschlossen. Heute ist er mit seinen ehrwürdigen Bäumen die grüne Lunge der Stadt – ein Stück Kolbermoor, das nun allen gehört.

Holzfassaden, große Fensterflächen und gestaffelte Terrassen sorgen für eine offene, helle Architektur. Die Übergänge zwischen Innen und Außen sind fließend gedacht, der Blick ins Grüne gehört hier zum Alltag. Gleichzeitig bleibt die Geschichte des Ortes spürbar: Die denkmalgeschützten Fabrikgebäude der Alten Spinnerei, eine der wenigen noch erhaltenen Baumwollspinnereien in Bayern, bilden weiterhin den historischen Rahmen.

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Baukultur sichern

Im vierten Bauabschnitt entstehen insgesamt nur 39 Eigentumswohnungen, von denen mehr als die Hälfte bereits einen Eigentümer gefunden hat. Die Wohnfläche variiert zwischen rund 40 und 190 Quadratmetern: vom kompakten Apartment bis zur großzügigen Familienwohnung. Ziel ist ein Angebot, das unterschiedlichen Lebenssituationen gerecht wird – für Paare, Familien oder Menschen, die ihren Wohnort im Alter bewusst wählen. Durch Tiefgaragen bleibt der Park frei von Autos.

Alle Wohnungen sind barrierefrei und überzeugen durch durchdachte Grundrisse. Teils bodentiefe Fensterflächen sorgen für viel Tageslicht, großzügige Balkone, Loggien oder Terrassen erweitern den Wohnraum nach draußen. Je nach Lage eröffnen sich Ausblicke in den Park, auf das Wasser und bis hin zu den Alpen.

Gut zu wissen: Die Wohnungen sind über das KfW-Programm EH 55 förderfähig – mit einem Darlehen von bis zu 100.000 Euro zu einem Zinssatz von 2,71 Prozent und drei tilgungsfreien Anlaufjahren.

Zwei Jahrzehnte,
ein letzter Schritt

Was in zwei Jahrzehnten in Kolbermoor entstanden ist, lässt sich nicht auf Quadratmeter oder Wohneinheiten reduzieren.

Die Revitalisierung der Alten Spinnerei hat gezeigt, dass historische Bausubstanz und zeitgemäßes Wohnen kein Widerspruch sein müssen – und dass ein Quartier mehr ist als die Summe seiner Gebäude.

Die Zeitkapsel im Fundament bewahrt die Wünsche von heute. Darüber entsteht ein Ort für morgen – und für die Menschen, die ihn mit Leben füllen werden.

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