Wie gesund ist es, zuhause zu bleiben?

von Redaktion

Neben Homeoffice nimmt auch der Trend zum Fitnesstraining daheim zu

In den eigenen vier Wänden fühlen sich Menschen in der Regel am wohlsten – die unsichere Welt kann ein Stück weit draußen bleiben, und der gewohnte Komfort sorgt für Beruhigung. Dennoch gibt es auch hier einen Punkt, an dem das Wohlgefühl umschlagen kann – in Stress, Einsamkeit und im schlimmsten Fall in psychische Erkrankungen. Der Trend zum Zu-Hause-Bleiben nimmt derweil zu. Neben Homeoffice wird jetzt auch das Fitnesstraining daheim immer populärer.

Fitnessgeräte in jedem vierten Haushalt

Seit der Covid-19-Pandemie boomt Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden. 12,9 Millionen Fitnessgeräte standen zuletzt in deutschen Haushalten – in gut jedem vierten Haushalt mindestens eins. Zusätzlich arbeitet mittlerweile in Deutschland laut Daten des ifo-Instituts und des Statistischen Bundesamts jeder vierte regelmäßig im Homeoffice.

Sport ist gesund und in der Regel für das körperliche Wohlbefinden zuträglich – ebenso wie das Arbeiten von zu Hause viele Vorteile bereithält. Für beides ist allerdings das gesunde Maß entscheidend. Menschen sind Gemeinschaftslebewesen, wer sich nur in seine heimische „Höhle“ zurückzieht, droht zu erkranken. So warnen etwa die Fachleute der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) davor, dass der mangelnde soziale Austausch Gefühle von Einsamkeit und Isolation fördere, zu einem Anstieg des Stresserlebens, einer geringeren Arbeitszufriedenheit und sogar zu Depressionen führen könne.

Zu Hause zu trainieren, ist natürlich nicht schädlich, dennoch: Zunehmende Fitnesstrends wie moderne Spinning-Bikes mit digitalem Fitnesstrainer inklusive oder multifunktionale Kombigeräte aus rostfreiem Stahl für den eigenen Garten können auf Dauer neben dem Homeoffice die Gefahr für Vereinsamung erhöhen. Eine Entwicklung steht diesem Trend allerdings entgegen: Nach der Coronapandemie haben sich die Mitgliederzahlen in den deutschen Sportvereinen wieder erholt. Laut Daten des Deutschen Olympischen Sportbundes stehen sie aktuell bei über 29 Millionen. Christoph Kastenbauer

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