Arbeit in Teilzeit bremst den Vermögensaufbau

von Redaktion

Für die Familie im Job kürzertreten bedeutet auch, Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen – außerdem deutlich weniger Rücklagen. Darunter kann der Vermögensaufbau erheblich leiden. Wer seine Arbeitszeit etwa für zehn Jahre halbiert – und damit auch die Zahlungen für die private Altersvorsorge – kann das zum Renteneintritt mit mehreren Hunderttausend Euro Einbußen bezahlen. Das hat das Vergleichsportal Verivox errechnet.

In dem Szenario investiert eine vollzeitbeschäftigte Person ab dem 30. Lebensjahr monatlich 300 Euro in einen ETF-Sparplan mit 7,5 Prozent Rendite. Bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren liegt der Depotwert bei rund 730.000 Euro, davon 136.800 Euro eigene Einzahlungen. Würde dieselbe Person zwischen 30 und 40 Jahren halbtags arbeiten und nur 150 Euro einzahlen, läge der Depotwert durch den geringeren Zinseszinseffekt bei rund 529.000 Euro, also über 200.000 Euro niedriger.

„Die finanziellen Folgen von Teilzeitphasen werden noch immer häufig unterschätzt“, sagt Melanie Ulbrich, Finanzexpertin bei Verivox. Sie rät Paaren, bei unvermeidbarer Teilzeit für den benachteiligten Partner einen finanziellen Ausgleich zu schaffen, um die Versorgungslücke zu mindern. dpa

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