Die Mieten gerade in den Metropolen explodieren. Und als wäre das nicht genug, stoßen Wohnungssuchende mittlerweile häufig auf eine weitere finanzielle Hürde – und zwar von Seiten des Vormieters. So wird laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 ein Drittel der Wohnungssuchenden hierzulande mit ungewöhnlich hohen Abschlagszahlungen konfrontiert.
Bei der Wiedervermietung verlangen Vormieter häufig Abschlagszahlungen für Möbel oder Küchen. Sie fallen zusätzlich zu Kaution, Umzugskosten und laufender Miete an. Unter denjenigen, die bereits mit einer ungewöhnlich hohen Abschlagszahlung konfrontiert wurden, nennt in der Umfrage mehr als die Hälfte (55 Prozent) Beträge zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Rund ein Drittel (37 Prozent) berichtet von noch höheren Forderungen über 3.000, bei acht Prozent der Befragten waren es sogar über 5.000 Euro.
Rechtlich befinden sich die Zahlungen in einer Grauzone. Zwar sind sie zulässig, dürfen aber nicht unangemessen sein. Das eröffnet jede Menge Auslegungsspielraum – zum Nachteil für viele Wohnungssuchende. Christoph Kastenbauer