Katzen der Welt

von Redaktion

Wenn zwei Tierschützer die Welt bereisen und einzigartige Samtpfoten-Bilder sammeln

Wie schaut das Reisealbum einer Schriftstellerin, Tierschützerin und Katzenliebhaberin aus? Natürlich reiht sich da ein bezauberndes Katzenfoto an das nächste. Warum daraus nicht einen Bildband machen? Das dachte sich Hannah Shaw. Wie dieser entstand und warum sie Samtpfoten so verehrt, schreibt sie im Buch „Katzen der Welt“, erschienen bei Frederking & Thaler:

„Überall, wo es Menschen gibt, gibt es auch Katzen. In fast jedem Winkel der Erde ist ihr Leben untrennbar mit dem unseren verwoben. Die Entwicklungsgeschichte von Mensch und Katze ist eine Geschichte der gegenseitigen Abhängigkeit. Sie beginnt mit dem Aufkommen der Landwirtschaft, als der Getreideanbau es uns Menschen ermöglichte, sesshaft zu werden, aber auch Nagetiere anlockte, die unsere Ernten bedrohten. Auftritt der Katzen. Da wir ihre Fähigkeiten als Jäger schätzten, schlossen wir eine Allianz, die unser Überleben sichern sollte. Und so entstand eine symbiotische Partnerschaft, die sich über den ganzen Globus ausbreiten sollte.

Egal, wo Reisende an Land gingen, wo frühe Seefahrer Handel trieben, gingen Katzen an fremden Küsten mit ihnen an Land und verbreiteten sich, bis die Weltkarte mit Pfotenabdrücken übersät war. Mal waren sie geliebte Begleiter, mal auch Plagegeist und Schurke, dann wieder Held und Muse. Wie schön, wenn man auch heute Katzen in aller Welt bewundern kann und die Menschen, die mit ihnen leben. Der kenianische Fischer, der seinen Fang mit Samtpfote teilt. Die französische Pflegemutter, die Kätzchen in ihrer Wohnung mit der Flasche füttert. Der chilenische Ladenbesitzer, der einen Straßenstreuner adoptiert hat.

Ich lebe in den Vereinigten Staaten und arbeite als Schriftstellerin und Tierschützerin, die sich für das Wohlergehen von Katzen einsetzt. Mein Ehemann Andrew Marttila ist ein Vollzeit-Katzenfotograf.

Gemeinsam leiten wir eine gemeinnützige Organisation zum Schutz von Kätzchen. Gleichzeitig ziehen wir eine Vielzahl neugeborener Katzenkinder auf. Um uns von den Anforderungen der Tierrettung zu erholen, sind wir schon immer gerne verreist und dachten anfänglich, dass uns das eine Pause von den Katzen verschaffen würde.

Aber natürlich haben wir mit Andrews Kamera und meiner Neugier eine japanische Katzeninsel besucht, ein Kätzchen in Peru gerettet und Katzen auf einem Markt in Malaysia getroffen, wo wir das Konzept für dieses Buch entwickelten. Gespräche mit internationalen Tierschützern öffneten mir die Augen, und Andrews Fotografien ermöglichten uns einen atemberaubenden Einblick in die Welt der Katzen. Je mehr wir erlebten, desto mehr wollten wir über das Leben von Katzen auf der ganzen Welt und über die Menschen, die sie lieben und pflegen, erfahren.

Wir reisten ohne Produktionsteam. Andrew trug seine vierzig Pfund schwere Ausrüstung auf dem Rücken, manchmal in brütender Hitze oder auf tückisch steilen Wanderwegen. Und ich schrieb. Geschichten über echte Menschen – die uns in ihrem Leben willkommen hießen und Freunde wurden. Dieses Buch gewährt einen faszinierenden Einblick in die unverfälschte Schönheit der Katzen und deren Menschen, rückt das Mitgefühl in den Mittelpunkt, das uns verbindet.“ Hannah Shaw

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