Während private Parkplätze an Ferienwohnungen und in Hotels mit Wallboxen für die Gäste inzwischen fast zum Standard zählen, bleibt die Lademöglichkeit vor Ort oft rar, wie der Auto-Abo-Anbieter Finn ermittelt hat. Gut ausgestattet sind tendenziell Unterkünfte in Natur- und Alpenregionen, klassische Badeziele hinken oft hinterher.
In Deutschland verfügen im Spreewald 13 Prozent der untersuchten Ferienunterkünfte über eine Lademöglichkeit, im Allgäu sind es 12 Prozent und im Berchtesgadener Land 11 Prozent. Deutlich schlechter sieht es in mehreren Küstenregionen aus: Auf Usedom bieten nur 2 Prozent der Unterkünfte einen Ladepunkt, an der Mecklenburgischen Seenplatte knapp 6 Prozent.
Auch europaweit sind die Unterschiede groß. Besonders gut schneidet Südtirol ab, wo bereits 24 Prozent der Unterkünfte eine Lademöglichkeit anbieten. In Nordholland liegt der Anteil bei 20 Prozent, im Salzburger Land bei 18 Prozent. Klassische Mittelmeerziele landen weit hinten: An der Costa del Sol und in Dalmatien liegt der Anteil bei 2 Prozent.
Generell gilt: Im Schnitt kosten Ferienunterkünfte mit Lademöglichkeit in Europa fast 50 Prozent mehr als Angebote ohne diese Ausstattung. In einzelnen Regionen fällt der Aufschlag allerdings deutlich geringer aus. HOLGER HOLZER/SP-X