von Redaktion

Im Caritas-Haus St. Josef in Prien ist wieder Leben eingezogen: Nach Abschluss des Neubaus hat die moderne Einrichtung ihren Betrieb aufgenommen und präsentiert sich als zeitgemäßes Zentrum für Wohnen und Pflege im Alter. „Mit dem Angebot der Tagespflege haben wir unser Hauskonzept erweitert. Unsere neuen Räumlichkeiten strahlen und freuen sich mit Leben gefüllt zu werden“, sagt Nathalie Lercher, die Leiterin der Tagespflege.

Das Haus verbindet stationäre Pflege, betreutes Wohnen und niedrigschwellige Angebote unter einem Dach – und setzt damit ein deutliches Signal für eine zukunftsfähige Versorgung älterer Menschen in Prien und der Region. Die Einrichtung in der Bauernberger Straße 20 verfügt über barrierefreie Einzel- und Duplettenzimmer mit eigenen Bädern und organisiert das Wohnen in Wohngruppen. Im Sommer 2025 konnten die ersten Bewohner in die neuen Räumlichkeiten einziehen.

Tagespflege als
wichtiger Baustein

Eine besondere Rolle kommt dabei der Solitären Tagespflege zu, die den Gedanken „so viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Unterstützung wie nötig“ konsequent in die Praxis umsetzt. Die Leiterin erklärt: „Bei uns geht es nicht nur um Pflege, sondern um das Miteinander, das Teilen von Lebensfreude und darum, jeden Tag als einen schönen Tag zu gestalten.“

Die Solitäre Tagespflege im Haus St. Josef richtet sich an Menschen, die weiterhin in der eigenen Wohnung leben, tagsüber aber Begleitung, Struktur, Pflege und Gemeinschaft benötigen. An einzelnen oder mehreren Tagen in der Woche kommen die Gäste morgens in die Einrichtung und verbringen den Tag in einem geschützten, professionell betreuten Rahmen. Abends kehren sie wieder in ihr vertrautes Zuhause zurück. Dieses Modell schließt die Lücke zwischen ambulanter Versorgung und vollstationärer Pflege und entlastet gleichzeitig pflegende Angehörige.

Räume zum
Wohlfühlen

Die Räumlichkeiten der Tagespflege sind bewusst hell, freundlich und überschaubar gestaltet. Offene Aufenthaltsbereiche, gemütliche Sitzecken, ein gemeinsamer Essbereich und Möglichkeiten für Rückzug schaffen eine Atmosphäre, die eher an ein Wohnzimmer als an eine klassische Pflegeeinrichtung erinnert.

Hinzu kommen barrierefreie Zugänge, kurze Wege und eine moderne Ausstattung, die den Alltag erleichtert: von angepassten Sitzmöbeln über gut erreichbare Sanitärräume bis hin zu sicheren Außenbereichen, in denen bei gutem Wetter Aktivitäten im Freien stattfinden können.

Struktur und
Gemeinschaft im Alltag

Der Tagesablauf folgt einer klaren Struktur, bietet aber gleichzeitig ausreichend Raum für individuelle Bedürfnisse. Nach der Ankunft und einem gemeinsamen Frühstück stehen je nach Tagesform unterschiedliche Angebote auf dem Programm: Aktivierungsrunden, Gedächtnistraining, Bewegungsübungen, kreative Beschäftigungen oder schlicht das gesellige Miteinander bei Kaffee und Kuchen.

„Mein Vater wollte erst gar nicht in die Tagespflege, da er sehr zurück gezogen lebt. Es ist so schön zu sehen, dass mein Vater die sozialen Kontakte wieder genießt“, berichtet eine Angehörige. Wer Ruhe braucht, findet Rückzugsmöglichkeiten, wer lieber in Gesellschaft ist, wird nicht allein gelassen. „Bei uns stehen die Bedürfnisse der Gäste im Mittelpunkt“, betont Nathalie Lercher.

Entlastung für
Angehörige

Für pflegende Angehörige eröffnet die Solitäre Tagespflege neue Spielräume. Sie wissen ihre Partner, Eltern oder Großeltern tagsüber gut versorgt und in Gemeinschaft aufgehoben, können Termine wahrnehmen, arbeiten oder einfach einmal durchatmen.

„Für uns ist die Tagespflege eine große Unterstützung. Sie schenkt uns Luft zum Atmen. Ich kann meine Termine erledigen, ohne mir Sorgen zu machen“, erzählt eine Angehörige. Zugleich bleibt das vertraute Wohnumfeld erhalten, was besonders für Menschen mit Demenz von großer Bedeutung ist. Viele Familien erleben, dass durch die regelmäßige Tagespflege ein Heimaufenthalt hinausgezögert oder vermieden werden kann. „Die Angehörigen schaffen es wieder, durchzuatmen, Kraft für die schönen Momente zu tanken“, so Lercher.

Zukunftsfähige
Pflege in Prien

Mit dem Neubau und der Solitären Tagespflege stärkt das Caritas-Haus St. Josef die pflegerische Infrastruktur in Prien nachhaltig. Die Einrichtung zeigt, wie moderne Pflegeversorgung aussehen kann: wohnortnah, gut erreichbar und konsequent an den Bedürfnissen der Menschen orientiert.

Damit ist das Haus weit mehr als ein neuer Baukörper im Ortsbild: Es ist ein wichtiger Baustein dafür, dass älter werden in Prien gelingen kann – in Würde, mit Wahlmöglichkeiten und mit der passenden Unterstützung im richtigen Moment. Interessierte sind herzlich eingeladen, nach telefonischer Anmeldung die Tagespflege anzusehen und sich beraten zu lassen. Gerne können Besucher auch den Tag der offenen Tür am 13. Juni nutzen.

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