Sechs von zehn Beschäftigten in Deutschland sehen sich einer mittleren oder hohen Gefahr eines Burn-outs ausgesetzt. Das zeigt die repräsentative Studie „Arbeiten 2025“, die im Auftrag der Pronova BKK durchgeführt wurde. Befragt wurden im Oktober 2025 bundesweit 1.230 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren. Demnach liegt das wahrgenommene Burn-out-Risiko mit 61 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau. Jeder dritte Befragte berichtet, bereits selbst betroffen gewesen zu sein, 40 Prozent haben entsprechende Fälle im Kollegenkreis beobachtet.
Als zentrale Belastungsfaktoren nennen Beschäftigte vor allem strukturelle Bedingungen. 32 Prozent empfinden eine unfaire Aufgabenverteilung als zusätzlichen Stressfaktor. Jeweils 26 Prozent fühlen sich durch Bürokratie und ständige Erreichbarkeit belastet. Besonders häufig betroffen ist die Generation Z.
Neben Überlastung spielt auch Unterforderung eine Rolle: 37 Prozent der unter 30-Jährigen berichten von Born-out-Erfahrungen, im Gesamtdurchschnitt sind es 26 Prozent. Rund die Hälfte der Beschäftigten hat entsprechende Situationen im Umfeld wahrgenommen. Die Wirtschaftspsychologin Patrizia Thamm warnt, Burn-out entwickle sich schleichend und werde oft zu spät erkannt. Auch anhaltende Unterforderung könne zu psychischer Erschöpfung führen. Beide Phänomene spiegelten eine Arbeitswelt wider, die hohe Anforderungen mit teils fehlender Sinnstiftung verbinde, so Thamm. red