Photovoltaik gehört aufs Dach? Auch, aber nicht nur. Wer das Zuhause energetisch zukunftsfähig aufstellen möchte, kann sich heute längst weitere Dimensionen für die eigene Stromgewinnung erschließen. Dabei rücken Flächen am Gebäude in den Fokus, die bislang rein architektonische oder schützende Aufgaben hatten. Die Rede ist von Hausfassaden und Balkonbrüstungen. Sie bieten ein großes, zumeist noch ungenutztes Potenzial für Solarenergie.
Solarfassaden sind im Winter sehr effektiv. Wer aus dem Eigenheim ein privates Ökokraftwerk machen möchte, sollte in die Planungen insbesondere die Außenwände einbeziehen. Eine Solarfassade verwandelt die Gebäudehülle in einen umweltfreundlichen Energieerzeuger. Ein Vorteil: Im Gegensatz zu klassischen Dachanlagen spielen vertikal installierte Module gerade in der kalten Jahreszeit ihre Stärken aus. Wenn die Sonne im Herbst und Winter tief am Himmel steht, treffen die Strahlen im idealen Winkel auf die Hauswand. Das sorgt für eine verlässliche Stromausbeute genau dann, wenn der Energiebedarf für Beleuchtung und Wärme im Haus am höchsten ist. Gleichzeitig übernehmen die robusten, langlebigen Module die Schutzfunktion einer vorgehängten Fassade. Die Elemente trotzen Wind und Wetter, tragen zur Gebäudeisolierung bei und werten die Immobilie optisch mit ihrem Baukultur-Design auf.
Solarstrom direkt vom eigenen Balkon. Clevere Möglichkeiten bieten sich ebenso auf dem Balkon. Anstelle eines herkömmlichen Geländers aus Stahl oder Glas leisten hochstabile Verbundsicherheitsgläser mit integrierten Solarzellen die Absturzsicherung. Der Mehrwert liegt auf der Hand: Die Brüstung schützt vor unerwünschten Blicken, bietet Sicherheit für die Familie und produziert quasi nebenbei kostenfreien Ökostrom für die Wohnung. Ob für den Betrieb des Kühlschranks, den Router oder den heimischen Laptop – der Ertrag hilft dabei, die Stromrechnung spürbar zu senken.
Ein Tipp noch für die Balkonverschönerung: Die Glasmodule mit integrierten Solarzellen lassen sich in unterschiedlichen Transparenzstufen anpassen – abhängig davon, wie viel Privatsphäre sich die Bewohner wünschen. DJD