Seit 1994 hat Kia den Sportage im Angebot. Zum Modelljahr 2026 haben die Koreaner das Kompakt-SUV umfassend überarbeitet. Wir fuhren den Sportage als 1.6 T-GDI Hybrid in der Ausstattung GT-Line.
Lob: Die Optik wurde etwas nachgeschärft. Neben den Scheinwerfer-Modifikationen dürfen sich Sportage-Fahrer auch über aufgewertetes Interieur freuen – wir goutierten insbesondere das neue Head-up-Display sowie das Armaturenbrett, das einen hochwertigen Eindruck hinterlässt, wobei die Bedienleiste am Touchscreen gar einen Hauch von Luxus verströmt.
Obwohl der 1,6-Liter-Turbobenziner stolze 180 PS leistet, ist der Sportage eher ein Fall für die gemütlichere Gangart. 1.665 Kilogramm Gewicht müssen erst einmal in Bewegung gebracht werden, und bis er seine Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h erreicht, vergeht viel Zeit. Kaum schneller, dafür deutlich entspannter kommt man mit Autobahnrichtgeschwindigkeit voran und kann obendrein die Reichweite ein gutes Stück weiter ausdehnen.
Seine Stärken hat der Kia Sportage im Alltagsbetrieb. Mit dem 4,54 Meter langen und 1,86 Meter breiten SUV schwimmt man entspannt im Stadtverkehr mit, findet trotz 11,6 Metern Wendekreis problemlos einen Parkplatz und lädt bei Bedarf eine Menge ein: 562 Liter beträgt das Kofferraumvolumen bei normaler Bestuhlung, erweiterbar auf 1.751 Liter. Und wiegen darf die Ladung stattliche 580 Kilogramm.
Kritik: An unserem Exemplar entwickelte die Kofferraumklappe ein Eigenleben und öffnete sich mehrfach, ohne dass wir den entsprechenden Knopf auf der Fernbedienung gedrückt hatten. Der Scheibenwischer an der Heckscheibe ist gut am oberen Heckspoiler am Dach versteckt. Das sieht optisch elegant aus, aber der Wischbereich ist relativ klein.
Kosten: Wir schafften es kaum, den Verbrauch unter die Sieben-Liter-Marke zu drücken. Mit Hybrid-Unterstützung erreichten wir innerorts Werte um rund fünf Liter. Als Preis für unseren Sportage schreibt Kia 51.190 Euro auf die Liste.
Fazit: Er kann fast alles, und vieles davon ziemlich gut. Der Kia Sportage ist auch in der aktuellen Version ein guter Allrounder, der nicht ganz billig ist und ein klein wenig zu viel verbraucht. Die vielen Alltagsqualitäten trösten aber locker darüber hinweg. VOLKER PFAU