Sanierung des frisch gekauften Eigenheims

von Redaktion

Nicht auf die lange Bank schieben

Im Keller steht noch ein alter Ölkessel. Durch die Fenster zieht es – obwohl sie geschlossen sind. Auch die Dämmung des Daches ist überfällig. Gründe zu modernisieren gibt es in den Altbauten im Land reichlich. Erneuerungen sparen Energie, erhöhen den Wohnkomfort, schaffen Barrierefreiheit und können auch den Wert einer Immobilie steigern.

Risiko „Aufschieberitis“

Viele Eigentümer zögern dennoch, bevor sie eine Sanierung in Angriff nehmen. „Wer notwendige Maßnahmen lange hinausschiebt, läuft Gefahr, unter Zeitdruck zu geraten und die Kosten nach oben zu treiben“, warnt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. Für ein wohlig warmes Haus hatten Betreiber einer Gasheizung im letzten Winter im Mittel über 1.800 Euro zu zahlen. Würden Eigentümer eines durchschnittlichen Einfamilienhauses gut isolierende Fenster einbauen und die Wärmedämmung erneuern, müssten sie mit Investitionen von rund 30.000 Euro kalkulieren. Sie sparen im sanierten Altbau allerdings auch 35 Prozent der jährlichen Heizkosten und gewinnen beträchtlich an Wohnkomfort.

Schritt für Schritt

Wer die Modernisierung seiner Immobilie konsequent durchführt, profitiert zudem von attraktiven staatlichen Fördermitteln. Dringende Sanierungsmaßnahmen sollten vorrangig umgesetzt werden. „Oberste Priorität hat der Wärmeschutz des Hauses, also die Dach- und Fassadendämmung und der Einbau neuer Fenster“, so Mau. Ist die Außenhülle gedämmt, lohnt sich im nächsten Schritt, die Modernisierung der (Ab-) Wasser-, Heiz- und Elektrotechnik, dann der weitere Innenausbau. Eine planvolle Modernisierung hilft, den Überblick zu bewahren und das Budget sowie die Nerven zu schonen.

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