E-Bike Akku: laden, lagern, pflegen

von Redaktion

Einfache Tipps für eine lange Lebensdauer

Der E-Bike-Boom hält an – doch viele Besitzer unterschätzen, wie entscheidend der richtige Umgang mit dem Akku ist. Dabei hängen die Lebensdauer und Reichweite des elektrischen Fahrrads maßgeblich davon ab, wie die Batterie geladen, gelagert und gewartet wird.

In modernen E-Bikes stecken meist Lithium-Ionen-Akkus. Sie bieten eine hohe Energiedichte und können bei sachgemäßer Behandlung erstaunlich langlebig sein. Je nach Hersteller liegt die Lebensdauer bei 500 bis 1.000 Ladezyklen – das entspricht grob drei bis sechs Jahren Nutzung. Besonders leistungsfähige Akkus schaffen bei optimaler Pflege sogar bis zu 1.500 Ladezyklen.

Originalteile, Umgebung
und Temperatur

Beim Laden gilt eine Grundregel: Nur Originalteile verwenden. Ladegerät und Akku sind aufeinander abgestimmt. Fremde Komponenten können Schäden verursachen – und im Zweifel auch zum Verlust der Herstellergarantie führen. Geladen werden sollte auf einer trockenen, staubfreien und idealerweise feuerfesten Unterlage.

Auch die Temperatur spielt eine große Rolle. Als optimal gelten etwa 20 Grad Celsius. Im Winter empfiehlt es sich deshalb, den Akku in beheizten Räumen zu laden und ihn erst kurz vor der Fahrt am Rad einzusetzen. Im Sommer gilt: direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 40 Grad Celsius möglichst vermeiden. Steht das E-Bike längere Zeit ungenutzt, ist es sinnvoll, den Akku auszubauen – so lässt sich eine unbeabsichtigte Entladung verhindern. Zum Nachladen zwischendurch kann er kurz ans Netz, dauerhaft am Ladegerät hängen bleiben sollte er jedoch nicht.

Das A und O:
Den Akku richtig laden

Ein weit verbreiteter Irrtum: Der Akku müsse nach jeder Fahrt komplett vollgeladen werden. Wer ständig auf 100 Prozent lädt, belastet die Elektroden dauerhaft stärker. Kurze Ladezyklen sind dagegen unproblematisch. Ideal für eine lange Lebensdauer ist ein Ladestand zwischen 30 und 80 Prozent. Als häufigster Grund für einen notwendigen Akkutausch gilt laut ADAC die Tiefenentladung. Kritisch wird es, wenn der Ladestand unter zehn Prozent fällt – besonders problematisch ist eine Tiefenentladung unter zwei Prozent, die die Leistung nachhaltig verringern kann. Ist ein Akku einmal tiefenentladen, ist er oft nicht mehr brauchbar.

Von Eigenreparaturen raten Experten allerdings dringend ab: Die Brandgefahr durch Fehler sei zu hoch, außerdem können dabei Gewährleistungsansprüche verloren gehen. Auch bei Ersatzakkus aus dem Internet ist Vorsicht geboten. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zum Original-Akku aus dem Fachhandel.

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