Junge Menschen fahren wieder auf das Auto ab

von Redaktion

HUK-Mobilitätsstudie 2025: Alternative Fortbewegungsmittel sind weniger gefragt

Dass Bus und Bahn eine echte Alternative im Verkehr der Zukunft sein können, glauben immer weniger Menschen in Deutschland. Hauptgrund: Unzuverlässigkeit und Pünktlichkeitsprobleme. Solange es keine besseren Konzepte gibt, steigen viele am liebsten ins Auto, auch junge Menschen. Dies ist eines der Ergebnisse der HUK-Mobilitätsstudie 2026. Mehr als 4000 Personen über 16 Jahre wurden online im Zeitraum zwischen 21. Januar und 18. Februar 2026 zum Thema „Mobilität heute und in der Zukunft“ befragt. Schwerpunktthemen waren der ÖPNV, die E-Mobilität sowie die Verkehrssicherheit.

Die größte Kritik beim Thema Mobilität gibt es am Schienenverkehr. 35 Prozent gaben an, Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) gab an, „wichtige Termine grundsätzlich nicht mehr mit der Bahn“ zu machen oder plant Bahnfahrten „nur mit deutlich größerem Zeit-Puffer als noch vor etwa zwei Jahren“ (28 Prozent).

Straßen-, S-Bahnen und Bus als Hauptpfeiler des ÖPNV wurden von rund zwölf Prozent als Fortbewegungsmittel der Zukunft genannt. Dieser Wert entspricht bereits den Studien der vergangenen Jahre und erfuhr seit 2021 nur minimale Veränderungen. Dagegen traute eine große Mehrheit Autos, E-Autos sowie Autos mit alternativen klimaneutralen Antrieben zu, die persönlichen Anforderungen an die Fortbewegung in den nächsten fünf Jahren am besten zu erfüllen. Dieser Wert stieg von 69 Prozent im Jahr 2012 auf 76 Prozent in diesem Jahr. Das Fahrrad verlor bei dieser Frage deutlich: 2021 wählten noch 26 Prozent den Drahtesel, aktuell sind es noch 16 Prozent.

Während in früheren Studien vor allem die Befragten über 40 Jahre deutlich für das Auto als Verkehrsmittel der Zukunft votierten, ziehen nun die Jüngeren nach. Im Jahr 2022 nannten 73 Prozent der Gruppe über 40 Jahre und 64 Prozent der unter 40-Jährigen das Auto als wichtigstes Fortbewegungsmittel. Bei der aktuellen Studie waren es 75 Prozent der Jüngeren und 76 Prozent der Älteren.

Ein überraschendes Ergebnis gab es beim Thema Sicherheit: Hier stimmten 52 Prozent der unter 40-Jährigen dafür, dass es regelmäßige Führerschein- Nachprüfungen ab einem Alter von 75 Jahren geben sollte, bei der älteren Gruppe befürworten dies nur 28 Prozent. VOLKER PFAU

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