von Redaktion

Neukirchen feiert – und zwar mit doppelter Kraft: Vom 3. bis 8. Juni wird das Festzelt Ortsteil Persdorf zum Treffpunkt für zwei Jubiläen, die eng miteinander verwoben sind: 125 Jahre SG „Alt-Wildschütz“ Persdorf und 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Neukirchen am Simssee. Das Programm reicht vom Bieranstich über den Familientag bis zum Festsonntag – und genau dieser Mix macht den Reiz aus: traditionsbewusst, aber alles andere als steif.

„Der Festausschuss besteht aus den Vorstandschaften der beiden Vereine, die Aufgaben sind gleichmäßig verteilt“, sagt Michael Fischer, Erster Schützenmeister und Zweiter Festleiter der SG „Alt-Wildschütz“ Persdorf. „Die Festleitung übernehmen die Vorsitzenden, dazu gibt es vier Arbeitsgruppen, die ebenfalls durchmischt sind“, sagt Stephan Bergmann, Erster Vorstand der FFW Neukirchen am Simssee. Das klingt nach sauberer Organisation – und nach viel Teamgeist. Denn bei einem Doppeljubiläum muss nicht nur das Programm passen, sondern auch die Abstimmung im Hintergrund. Genau dort steckt oft die meiste Arbeit.

Zwei Vereine feiern
Doppeljubiläum

Die Vorbereitungen liefen nicht erst seit gestern an. „Die ersten Vorbereitungen waren vor etwa zweieinhalb Jahren“, so Fischer. Der Startschuss fiel mit einem Schritt, der simpler klingt, als er in Wahrheit ist: „Der erste konkrete Schritt war, einen Termin und einen Festwirt zu finden – das war gar nicht so einfach. Der Termin wurde dann unmittelbar veröffentlicht, um Überschneidungen zu vermeiden“, ergänzt Stephan Bergmann. Wer schon einmal ein großes Vereinsfest geplant hat, weiß: Der Kalender ist schnell voll, und gute Partner sind gefragt, bevor die erste Mass überhaupt gezapft ist.

Dass ausgerechnet diese beiden Vereine gemeinsam feiern, kommt nicht von ungefähr. „Viele Mitglieder sind bei beiden Vereinen aktiv“, erklärt Bergmann.

Feuerwehrhaus gleich
Vereinsheim

Dazu kommt eine gemeinsame Vorgeschichte: Schon vor 25 Jahren wurde in Persdorf ein Jubiläum gemeinsam erfolgreich gefeiert. Und noch ein Gedanke schwingt mit: Das gemeinsame Vereinshaus, also Feuerwehrhaus mit Schießstätte, ist seit 2015 in Planung, aber immer wieder ins Stocken geraten. Umso wichtiger ist jetzt ein sichtbares Zeichen des Zusammenhalts. Fischer bringt es auf den Punkt: „Der Zusammenhalt und die Geschlossenheit sind sehr wichtig.“

Genau diese Geschlossenheit soll man auch beim Fest spüren. Schon der Auftakt am 3. Juni setzt mit dem Bieranstich und der Musikkapelle Riedering-Söllhuben den passenden Ton: locker, festlich, bodenständig. Am 4. Juni folgt dann der große Familientag – und der ist das Herzstück der Woche. Ab 11 Uhr werden das Festzelt und das Gelände rundherum zur Erlebniswelt für Groß und Klein. Hier geht es nicht nur ums Zuschauen, sondern ums Mitmachen, Ausprobieren und Staunen.

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