von Redaktion

Fortsetzung

Ab 13 Uhr findet zudem der Seniorennachmittag statt, zu dem die Gemeinde alle Bürgerinnen und Bürger ab 70 Jahren mit Partnern zum Mittagessen sowie zu Kaffee und Kuchen eingeladen hat – inklusive gemütlichem Ratsch und musikalischer Unterhaltung.

Zweiter Höhepunkt: der
Festsonntag

Der Sonntag, 7. Juni, soll mit über 1.000 Feuerwehrleuten aus nah und fern ein weiterer Höhepunkt der Festwoche werden.

Ab 8 Uhr begrüßt die Musikkapelle Griesstätt die Gäste im Festzelt zum Frühschoppen. Um 10 Uhr beginnt auf der Dunstmoar-Wiese an der Schulstraße der Festgottesdienst mit Pfarrer Andreas Kolb; musikalisch gestaltet von der Musikkapelle Griesstätt. Dabei werden drei neue Fahnenbänder, ein Trauerband, ein Band für den Festausschuss und ein Band vom Patenverein FF Rott a. Inn gesegnet. Anschließend zieht dann der Festzug – begleitet von den Musikkapellen aus Griesstätt, Rott, Pfaffing und Amerang – über Schulstraße, Dr.-Mitterwieser-Straße sowie Wasserburger und Rosenheimer Straße zurück ins Festzelt. Auch Gottesdienstbesucher und Zuschauer sind dort herzlich willkommen. Ab Mittag spielen die „Greadoia“ auf.

155 Jahre Geschichte – und
Jugendarbeit als Zukunft

Die Griesstätter Feuerwehr blickt auf eine lange Geschichte zurück. Schon im Jahr 1844, als ein verheerendes Feuer im Dorf wütete, bei dem 17 Firste von Wohnhäusern, Stallungen und Stadeln brannten und sogar der Kirchturm einstürzte, gab es vor Ort eine organisierte Wehr.

Am 19. Februar 1871 wurde der Feuerwehrverein gegründet. Wohl aus finanziellen Gründen: Laut dem ersten Kassenbuch betrugen die Einnahmen im Gründungsjahr bereits 51 Gulden und 37 Kreuzer, die Ausgaben nur vier Gulden.

1873 wurde dann die Einrichtung einer Pflichtfeuerwehr aus sämtlichen Bewohnern der Gemeinde vom 18. bis zum 60. Lebensjahr angeordnet. In Beschreibungen zu Feuerwehrübungen wird berichtet, dass die Begeisterung nicht übermäßig groß war. Deshalb wurde sie im Volksmund als die ,,Bockboanigen“ bezeichnet.

Eine Saug- und Druckpumpe aus dem Jahr 1876 ist bis heute im Besitz der Feuerwehr und voll funktionstüchtig.

In den vergangenen Jahrzehnten prägten immer modernere Fahrzeuge, ein neues Feuerwehrhaus und die wachsende technische Hilfeleistung die Arbeit der Wehr.

1993 entstand als eine der ersten im Umkreis eine Damengruppe, die noch im selben Jahr ein Leistungsabzeichen ablegte.

Besonders gefordert war die Feuerwehr unter anderem in der Nacht auf den 13. Juli 2024, als ein Unwetter das Dorf verwüstete.

Heute zählt die FF rund 550 Mitglieder, davon etwa 70 Aktive. Und sie setzt bewusst auf Nachwuchsarbeit: Zwei Jugendgruppen sind derzeit aktiv – 14 Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren sowie neun zwischen 16 und 18 Jahren.

Kommandant Georg Weiderer führt die Wehr seit 2005, unterstützt von Manfred Andraschko und Michael Albersinger. Erster Vorstand des Vereins ist seit 2014 Alexander Maier, sein Stellvertreter Alois Meier.

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