Hofmetzgerei Hobmaier hält viele Spezialitäten vom Ochsen bereit, auch Wurst und das beliebte Glaslfleisch.
Seit mehr als drei Jahrzehnten ist der Mühldorfer Bauernmarkt fester Bestandteil des Stadtlebens. Woche für Woche wird der Marktplatz zum Treffpunkt für alle, die Wert auf regionale Lebensmittel, handwerkliche Herstellung und den persönlichen Austausch legen. Viele Besucher kommen nicht nur zum Einkaufen, sondern auch wegen der Gespräche, mit vertrauten Gesichtern, mit den Produzenten selbst, mit Menschen, die hinter ihren Produkten stehen.
Neuer Stand
auf dem Markt
Seit diesem Jahr bereichert ein neuer Anbieter das Angebot: Die Käserei Johannesbrunn bringt Bio-Käse und Milchprodukte nach Mühldorf und sorgt damit für zusätzliche Vielfalt im Sortiment.
Die Käserei liegt in Johannesbrunn bei Schalkham in Niederbayern. Vroni und Christoph Fleischmann produzieren dort seit Mai 2022 eine breite Auswahl an Milchprodukten, darunter Schnittkäse, Camembert, Weichkäse, Frischkäse, Joghurt und Topfen. Grundlage ist regionale Bio-Kuhmilch von Landwirten aus der Umgebung. Kurze Wege, transparente Herstellung und ein bewusster Umgang mit Ressourcen prägen den Betrieb.
Der Weg zurück in die Heimat war für die beiden alles andere als geradlinig. Erfahrungen in Kanada, Neuseeland und auf Almen in der Schweiz haben ihre Arbeit geprägt. Mit diesem Wissen entschieden sie sich, auf dem elterlichen Klosterhof eine eigene Käserei aufzubauen.
Heute ist der Betrieb ein echtes Familienprojekt mit klar verteilten Aufgaben: Die Käsemeisterin entwickelt eigene Sorten wie den Blauschimmelkäse „Blauer Himme“ oder den „Oimara“. Parallel entstehen Joghurts wie Mango-Lassi, die bewusst mit wenig Zucker auskommen. Christoph Fleischmann organisiert den Betrieb, während weitere Kräfte unterstützen. Auch Senior Roland Fleischmann ist regelmäßig im Einsatz – unter anderem am Verkaufsstand auf dem Mühldorfer Bauernmarkt.
Man kennt sich und trifft
sich auf dem Markt
Zum Markt kam die Käserei über Kontakte und eine frei gewordene Standfläche. Für Roland Fleischmann ist schnell klar geworden, was den Reiz ausmacht: die besondere Atmosphäre und der direkte Austausch. „Man kennt sich, man kommt ins Gespräch – das ist etwas ganz anderes als anonyme Verkaufsstrukturen“, beschreibt er seine ersten Eindrücke.
Kunden wissen, wo die
Produkte herkommen
Auch Marktleiter Tom Müller betont die Bedeutung dieses persönlichen Kontakts: „Der direkte Austausch zwischen Erzeuger und Kunde ist durch nichts zu ersetzen. Hier können Fragen gestellt werden, hier entsteht Vertrauen.“ Genau darin liege die besondere Stärke des Bauernmarkts. „Die Menschen kaufen nicht nur ein Produkt, sie erfahren auch, wo es herkommt und wie es entsteht.“
Guten Mischung aus
Bewährtem und Neuem
Gemeinsam mit Ulrich Niederschweiberer koordiniert Müller den Markt und achtet darauf, dass Angebot und Qualität stimmen. „Seit 32 Jahren lebt der Markt von einer guten Mischung aus Beständigkeit und Erneuerung“, erklärt Niederschweiberer.