Heute vorsorgen, später wohnen

von Redaktion

Sebastian Behrend: Senior-Living-Immobilien verbinden Selbstbestimmung und Vorsorge

Angst vor dem Alter? Mit dieser Frage begann Sebastian Behrend, Geschäftsführer der IEB-Care-Gruppe, seinen Vortrag auf dem OVB Expertenforum. Nur wenige Hände gingen nach oben. Anders fiel die Reaktion aus, als er fragte, wer Angst habe, im Alter hilfebedürftig zu werden oder zu Hause nicht mehr zurechtzukommen. Für den Leiter der IEB-Care-Gruppe zeigte sich darin ein zentraler Punkt: Viele Menschen fürchten weniger das Alter selbst als den Moment, in dem Entscheidungen plötzlich unter Druck fallen.

Senior-Living-Immobilie
als Vorsorge

Dass diese Sorge viele Besucher konkret beschäftigt, stellte Behrend schon vor seinem Vortrag fest. Er habe einzelne Teilnehmer gefragt, warum sie an diesem Abend gekommen seien. Genannt worden sind innerfamiliär schlechte Erfahrungen, der Wunsch, vorbereitet zu sein und den Kindern nicht zur Last zu fallen, aber auch akute Pflegesituationen, in denen die Versorgung zu Hause an Grenzen stößt. Genau dort setzte Behrend mit seinem Thema an: bei der Frage, welche Wohn- und Betreuungsformen im Alter Sicherheit geben können, bevor der Ernstfall eintritt.

Als Beispiel stellte Behrend das Seniorenquartier Altenmarkt an der Alz vor. Es verbindet ambulant betreute Wohnungen, Pflegewohngemeinschaften, Tagesbetreuung und ein öffentliches Café. Damit soll ein Ort entstehen, an dem Unterstützung in unterschiedlichen Lebensphasen möglich ist. Die Wohnungen in Altenmarkt sind barrierefrei geplant, mit eigenem Bad, Küche und Terrasse. Wer später Unterstützung benötigt, kann Leistungen in Anspruch nehmen. Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeiten bleiben erhalten.

Ein zentraler Begriff war dabei das bevorzugte Belegungsrecht. Wer eine betreute Wohnung oder ein Pflegeapartment im Seniorenquartier erwirbt, sichert sich und seiner Familie im Bedarfsfall bevorzugten Zugriff. Das kann entscheidend sein, wenn Pflegebedarf plötzlich entsteht und schnell geklärt werden muss, wie es weitergeht.

Senior-Living-Immobilien beschrieb Behrend auch als Kapitalanlage. Im Betreibermodell gibt es zudem langfristige Mietverträge, gesicherte Mieteinnahmen und kein klassisches Leerstandsrisiko.

Zum Ende schlug Behrend den Bogen zurück zur Frage: Wie lässt sich vorsorgen, ohne erst im Pflegefall unter Druck entscheiden zu müssen? Das Seniorenquartier in Altenmarkt ist ein Beispiel dafür, wie Wohnen, Betreuung und finanzielle Planung ineinandergreifen. Wer frühzeitig plant, kann im Ernstfall auf bestehende Strukturen zurückgreifen.

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