TÜV-Report: Fast jeder fünfte Bus hat gefährliche Mängel

von Redaktion

Bereits ein Jahr nach der Neuzulassung wird jedes zehnte Fahrzeug beanstandet

Der jüngst veröffentlichte TÜV-Report Omnibus stellt ein erschreckendes Zeugnis aus: „Der sicherheitstechnische Zustand von Reise- und Linienbussen hat sich in Deutschland deutlich verschlechtert“, heißt es da. Fast jeder fünfte (19,2 Prozent) in den Jahren 2024 und 2025 geprüfte Bus sei mit „erheblichen“ oder gar „gefährlichen Mängeln“ bei der Hauptuntersuchung durchgefallen.

Es wurden rund 67.000 Hauptuntersuchungen (HU) ausgewertet. Fahrzeuge zur Personenbeförderung müssen jährlich zur HU. Ab dem dritten Jahr nach der Neuzulassung findet alle drei Monate eine Sicherheitsprüfung statt. Der Bestand an Omnibussen in Deutschland beträgt rund 87.500 Fahrzeuge und ist ein Höchststand.

Laut TÜV-Verband sei die Mängelquote gegenüber der letzten Auswertung erneut gestiegen. Bei den erheblichen und gefährlichen Mängeln betrug die Steigerung 5,1 Prozent.

Erschreckend sei, dass jeder zehnte Bus bereits ein Jahr nach seiner Neuzulassung durch die HU gefallen sei – mehr als doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren. Der Anteil der mängelfreien Busse sank um 5,6 Prozent und betrug 69,8 Prozent. VP

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