Für Johannes Maier ist die Schloßwirtschaft Maxlrain mehr als ein neuer Arbeitsplatz. Der 36-jährige Tuntenhausener nennt sie seine „Lieblingswirtschaft und das schönste Wirtshaus, das ich kenne“. Seit März ist das traditionsreiche Haus nach rund einem Jahr Leerstand wieder geöffnet – mit Johannes Maier als neuem Pächter und klarem Konzept.
Maier ist Küchenmeister und seit rund 20 Jahren in der Gastronomie tätig. Schon mit 14 Jahren machte er ein Praktikum als Koch – der Beruf war früh gesetzt. Gelernt hat er in einem regionalen Vier-Sterne-Wellnesshotel. Weitere Stationen führten ihn in die Küche eines Sternekochs in Bernau, für drei Jahre nach Miami und in eine gehobene Hotelküche. Auch die Schloßwirtschaft kennt er bereits: 2013/2014 stand er hier als Koch in der Küche. Der Neustart der Schloßwirtschaft soll kein Bruch mit der Vergangenheit sein. Flair und historischer Charakter sollen erhalten bleiben, die Dekoration wurde behutsam modernisiert. Die Richtung: klassisch bayerisch mit royalem Anstrich. Die Schloßwirtschaft soll kleiner, feiner und gehobener auftreten als ein großes Wirtshaus – aber nicht abgehoben. Bodenständig, hochwertig und mit dem Anspruch: Klasse statt Masse. In der Küche bedeutet das: bayerische Wurzeln, gute Produkte und Gerichte, die moderner auf den Teller kommen.
Wildgerichte, Brotzeiten und feiner Fisch
Wildgerichte spielen eine wichtige Rolle. Das Wild kommt vom Jäger und nicht aus der Zucht. Als besonderes Gericht steht ein „Dreierlei vom Reh“ mit Rehpflanzerl, Rehbraten und Rehrücken für die neue Linie. Da Reh nicht ganzjährig in gleicher Form verfügbar ist, wird das Dreierlei saisonal durch andere Wildgerichte ersetzt, etwa Maibock, Wildschwein oder Wildgeflügel. Neben der bayerisch geprägten Küche finden auch fein angerichtete Fischgerichte ihren Platz auf der Karte, etwa Dorade. Entscheidend bleiben Qualität und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Biergarten stehen klassische Brotzeiten im Mittelpunkt, ergänzt durch einzelne vegetarische Angebote. Gerade dort rechnet die Schloßwirtschaft mit Radfahrern, Ausflugsgästen und Besuchern aus der Umgebung.
Auch die Verbindung zur Schlossbrauerei bleibt fester Bestandteil des Hauses. Maxlrainer Biere gehören selbstverständlich dazu.
Die Lage macht die Schloßwirtschaft besonders: Schloss, Brauerei, Bräustüberl, Biergarten, Golfclub und Veranstaltungen prägen Maxlrain als Ausflugsziel. Oldtimer-Rallyes, Handwerker- und Trachtenmarkt passen zum Ambiente.
Ein wichtiges Standbein bleiben Feiern und Veranstaltungen. Die Schloßwirtschaft ist in der Umgebung seit Langem als Ort für Familienfeiern bekannt. Hochzeiten, Firmenfeiern, Kommunionen oder andere Feiern sind willkommen. Der Saal bietet Platz für etwa 80 bis 100 Personen. Maier und sein Team bringen Erfahrung mit Veranstaltungen bis rund 120 Personen mit.
Für die kommenden Monate gibt es weitere Ideen, etwa Menüabende mit fünf Gängen. Geöffnet ist die Schloßwirtschaft von Mittwoch bis Sonntag von 18 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 12 bis 14 Uhr. frt