Rechtmehring – Nur noch wenige Tage, dann beginnt in Rechtmehring die heiße Phase: Die Freiwillige Feuerwehr Rechtmehring-Rosenberg feiert ihr 150-jähriges Gründungsfest.
Von Donnerstag, 25. Juni, bis Montag, 29. Juni, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm mit Bieranstich, Musik, Kabarett, Festzug, Familienangeboten und traditionellem Kesselfleischessen. Das Festbier ist bereits verprobt – und wurde für gut befunden.
Bewegte Geschichte
seit 150 Jahren
Seit rund zwei Jahren plant der Festausschuss um Vorstand Martin Schmid das Jubiläum. Entstanden ist ein Festprogramm, das die Geschichte der Wehr würdigt und zugleich die ganze Gemeinde einbindet. Gefeiert wird nicht in einem klassischen Festzelt, sondern in einer neu errichteten, geräumigen Gewerbehalle der Firma Lüftungsbau-Huber. Für zusätzlichen Komfort und Stimmung sorgen an allen Festtagen unter anderem Barbetrieb, Weißbier-Karussell und Hüpfburg.
Die Geschichte der heutigen Feuerwehr Rechtmehring reicht 150 Jahre zurück. Damals schlossen sich die drei Gemeinden Rechtmehring, Rosenberg und Schleefeld zusammen und kauften einen neuen Spritzenwagen sowie eine Standarte. Im Herbst 1931 sollte ein neues Fahrzeug mit tragbarer Motorspritze angeschafft werden. Der damaligen Gemeinde Schleefeld war diese Investition zu teuer – sie trat aus und gründete eine eigene Feuerwehr. Zu den größeren Anschaffungen der Wehr zählten im Laufe der Jahrzehnte der Kauf einer Saugspritze im Jahr 1902, die tragbare Motorspritze 1931 und ein Löschgruppenfahrzeug im Jahr 1962. Auch die Feuerwehrhäuser erzählen ein Stück Ortsgeschichte: 1879 war die Wehr bei der früheren Schule untergebracht, 1965 neben dem heutigen Pfarrhof und seit 1991 im aktuellen Feuerwehrhaus, das in den kommenden Monaten erweitert wird. Das 100-jährige Bestehen mit Fahnenweihe feierten die Floriansjünger damals groß in der Tröstl-Halle südlich des heutigen Kindergartens, dem früheren Pfarrhof, am Stechlring.
Vom Spritzenwagen zur
modernen Ausrüstung
Wie sehr sich die Anforderungen an die Feuerwehr verändert haben, zeigt ein Blick auf die heutige Ausrüstung: Atemschutz, Spreizer, Schere, Notstromaggregat oder Mannschaftswagen sind nur einige Beispiele für die stetig wachsenden Aufgaben.
Auch Kommandant Stephan Voglsamer weist auf diese Entwicklung hin. Nicht selbstverständlich sei zudem, dass regionale Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für Einsätze freistellen – oft müssten die Feuerwehrleute alles stehen und liegen lassen, um der Gemeinschaft zu dienen. Zurzeit zählt die Wehr 34 aktive Mitglieder, dazu kommen sechs Dirndl und Buam in der Jugendfeuerwehr.
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