von Redaktion

„Im Handwerk ist noch Luft nach oben“

Fortsetzung

„Das Handwerk hat knapp 130 Ausbildungsberufe, hier ist bestimmt für alle Jugendlichen was dabei“, sagt er. Praktika seien ein guter Weg, um Fähigkeiten und Vorlieben zu entdecken. Mit einer Ausbildung in einem Handwerksbetrieb sei ein solides Fundament gelegt, mit dem dualen Ausbildungssystem stünden jungen Menschen anschließend alle Wege offen.

„Handwerk hat
Zukunft“

Dachsberger formuliert den Appell an junge Menschen ähnlich deutlich: „Weil das Handwerk Zukunft hat und die Wirtschaftsmacht von nebenan ist“, sagt er auf die Frage, warum junge Menschen gerade jetzt ins Handwerk gehen sollten. Es biete sichere Arbeitsplätze, sehr gute Verdienstmöglichkeiten, Entwicklungschancen und die Möglichkeit zur Selbstständigkeit. Viele hätten dabei nur die klassische Ausbildung im Kopf, doch diese sei erst der Anfang. Vom Gesellen über den Meister bis zum eigenen Betrieb oder sogar einem Studium sei vieles möglich.

Sein Rat an Unentschlossene fällt entsprechend direkt aus: „Einfach machen. Nur wenn du es ausprobierst, weißt du, was nichts für dich ist!“

Modern bleiben,
Qualität sichern

Für die kommenden Jahre sieht Dachsberger vor allem Digitalisierung, Energiekosten und Nachhaltigkeit als prägende Themen. Zugleich werde der Wettbewerb um Fachkräfte härter. Die Betriebe müssten moderner werden, „ohne ihre traditionellen Werte zu verlieren“. Hoffnung mache ihm die Innovationskraft im Handwerk und das wachsende Bewusstsein für regionale Betriebe.

Schiller setzt für Rosenheim vor allem auf Qualität – in der Arbeit, in der Ausbildung und im Umgang mit Fachkräften. Trotz aller Belastungen bleibt auch er zuversichtlich. Das Handwerk habe sich immer wieder als verlässlicher Stützpfeiler bewiesen. Sein Fazit: „Hier bringen wir, das Handwerk, immer Top-Leistungen für unsere Kunden.“

Damit das so bleibt, braucht es aus Sicht beider Kreishandwerksmeister Nachwuchs, weniger Bürokratie, verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Wertschätzung. Denn die Betriebe in Rosenheim, Mühldorf und Altötting wollen auch künftig ausbilden, investieren und Verantwortung übernehmen – wenn man sie lässt. Rebecca Ihler

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