Kostenfaktor Agrardiesel

von Redaktion

Entlastung, aber kein Schnäppchen

Für viele Betriebe ist Diesel auch weiterhin ein harter Kostenblock. Entlastung gibt es zwar wieder mehr als in den beiden Vorjahren, doch der Preis an der Zapfsäule hängt weiter stark von Markt, Steuern und Timing ab.

Rückvergütung
wieder „voll“

Seit 1. Januar 2026 gilt bei der Agrardiesel-Rückvergütung wieder der frühere Satz: 21,48 Cent je Liter. Zuvor war die Entlastung stufenweise reduziert worden.

Wichtig für die Praxis der Landwirte: Das Geld kommt nicht sofort, sondern über ein nachgelagertes Entlastungsverfahren – beantragt wird online, ausgezahlt wird typischerweise im Folgejahr. Wer also 2026 viel Diesel braucht, muss die Kosten zunächst vorfinanzieren. Außerdem bleibt trotz Rückvergütung ein erheblicher Teil der Energiesteuer bestehen: Der volle Steuersatz liegt bei 47,04 Cent je Liter.

Neu ist zudem: Nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands soll die Rückerstattung auch für HVO (hydrierte Pflanzenöle) als Kraftstoff möglich sein.

Tankrabatt
befristet

Zusätzlich wurde die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 befristet um 14,04 Cent je Liter gesenkt. Durch den niedrigeren Steueranteil sinkt laut Bundesfinanzministerium auch die Umsatzsteuer-Komponente – insgesamt ergibt sich dadurch eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter.

Diesel bleibt großer
Kostenfaktor

Teuer bleibt Diesel trotzdem: Zum einen, weil ein Teil der Steuer bleibt und zum anderen, weil die Rückvergütung erst später ausgezahlt wird – und weil der eigentliche Kraftstoffpreis weiter schwankt.

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