von Redaktion

Grund zum Feiern hat die Feuerwehr Engelsberg in diesem Jahr: Zum 150. Mal jährt sich die Gründung der Wehr, die sich in dieser langen Zeitspanne zu einer modernen und schlagkräftigen Truppe entwickelt hat. Vom 4. bis 12. Juli steht die Gemeinde Engelsberg ganz im Zeichen dieses Jubiläums.

Das Festzelt auf dem Dorfplatz bildet das Herzstück der 150-Jahr-Feier. Dort spielt sich die neuntägige Jubiläumsfeier ab, die eine Vielfalt an Veranstaltungen bietet. In monatelanger Vorbereitung hat ein Festausschuss der Feuerwehr ein Programm zusammengestellt, das auf alle Generationen zugeschnitten ist.

Den Startschuss zum Jubiläumsprogramm macht am Samstag, 4. Juli, um 20.30 Uhr die „Kübelspritzen-Party“, bei der „Febration, Wesh und Xander“ den Ton angeben und die Stimmung anheizen.

Ein besonderes Schmankerl hat die Wehr für Donnerstag, 9. Juli, um 20 Uhr vorgesehen. An diesem Abend gastiert Jürgen Kirner mit seinen bekannten „Brettl-Spitzen“ im Engelsberger Festzelt. Mit von der Partie sind die Couplet-AG, das Duo „Tom und Basti“, die Geschwister Kainzmaier, Barbara Preis, Marion Schieder und Roland Hefter. Es verspricht also ein „griabiger“ und schwungvoller Abend zu werden.

Oldtimer, Familientag
und Festsonntag

Gleich am nächsten Tag, Freitag, 10. Juli, folgt das „Hopfen- und Traubenfest“, bei dem die Band „Rotzfrech“ für Stimmung sorgt. Ein Oldtimertreffen und ein Familientag sind am Samstag, 11. Juli, vorgesehen. Zwischen 10 und 15 Uhr sind Oldtimerschätze und ehemalige Einsatzfahrzeuge zu bewundern, mit denen auch Rundfahrten angeboten werden. Zum Familientag gibt es einen Weißwurst-Frühschoppen, musikalische Unterhaltung mit der Andreasbläser-Jugend und natürlich auch ein Kinderprogramm.

Am Samstagabend findet um 18.30 Uhr im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten ein Totengedenken an der Friedhofskapelle statt. Der Tag klingt mit einem heiteren „G’stanzlsingen“ im Festzelt aus, zu dem die bekannten Originale „der Bäff“ und „Erdäpfekraut“ ihr Kommen zugesagt haben.

Ihren großen Jubiläumstag feiert die Engelsberger Wehr dann am Festsonntag, 12. Juli. Ab 8 Uhr morgens treffen die teilnehmenden Vereine in Engelsberg ein. Gemeinsam mit dem Jubiläumsverein feiern sie um 10 Uhr den Festgottesdienst. Anschließend verweilen alle Gäste im Festzelt, wo die Andreasbläser für beste Stimmung sorgen werden.

Die Anfänge des
Feuerwehrwesens

Das 150-jährige Jubiläum gibt auch Anlass, einen Blick in die Geschichte der Engelsberger Feuerwehr zu werfen. Noch bevor es zur Gründung der örtlichen Wehr kam, gab es bereits im Jahr 1873 erste Vorboten einer solchen Einrichtung. Damals fanden sich freiwillige Männer bei Bränden und großen Unglücksfällen ein. Die Pfarrei Engelsberg und die Gemeinde Tacherting kauften eine gemeinsame „Feuerlöschmaschine“, die zu dieser Zeit in der Tachertinger Kirche untergestellt war.

Noch im gleichen Jahr wurde in Eiting eine Pflichtfeuerwehr mit 34 Männern bestimmt, zu der auch zwei „Feuerreiter“ gehörten. Sie mussten im Falle eines Brandes die Nachbarwehren zu Hilfe holen. Einige Jahre später, 1884, bekam auch die Landgemeinde Engelsberg eine Pflichtfeuerwehr mit 51 Männern, die 1885 eine eigene Feuerlöschmaschine erhielten.

Offizielle Gründung
im Jahr 1876

Am 26. März 1876 wurde die Freiwillige Feuerwehr Engelsberg offiziell gegründet. Sie zählte damals 50 Mitglieder.

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