Der 33. Rosenheimer Radmarathon steuert auf einen neuen Teilnehmerrekord zu. Erstmals erwarten die Veranstalter über 3.000 Radlerinnen und Radler. Damit ist der Radmarathon die teilnehmerstärkste Sportveranstaltung im Raum Rosenheim.
Ausrichter sind auch in diesem Jahr die beiden gemeinnützigen Vereine RSV Rosenheim und Skiclub Aising-Pang e.V. Der Radmarathon ist keine kommerzielle Veranstaltung. Alle Einnahmen kommen der Jugendarbeit der beiden Vereine zugute.
Damit ein Event dieser Größenordnung reibungslos über die Bühne gehen kann, sind mehr als 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz – an den Versorgungsstationen, im Start- und Zielbereich und überall dort, wo im Hintergrund angepackt werden muss.
Seit Monaten ist die Veranstaltung voll belegt. Wer einen Startplatz ergattert hat, darf sich auf abwechslungsreiche Strecken, sportliche Herausforderungen und wunderschöne Ausblicke im Chiemgau, im bayerischen Voralpenland und im nördlichen Tirol freuen.
Rosenheimer Radmarathon
bleibt sich treu
Bei aller sportlichen Herausforderung ist der Radmarathon kein Rennen. Es gibt keine Zeitnahme und keinen Massenstart. Im Mittelpunkt stehen die Freude am Radfahren, das gemeinsame Naturerlebnis und die persönliche Herausforderung auf der jeweils passenden Strecke.
Gestartet wird auch dieses Jahr wieder am Möbelhaus WEKO in Rosenheim. Dort befinden sich Start und Ziel. Alle drei Minuten dürfen Gruppen von maximal 15 Teilnehmern starten.
Unterwegs ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. An den Versorgungsstationen entlang der Strecken können sich die Teilnehmer stärken und mit Getränken versorgen. Gerade bei einem Marathon dieser Größe ist die Verpflegung ein wichtiger Baustein.
Neue Streckenführung und
bewährte Klassiker
Sportlich gibt es beim 33. Rosenheimer Radmarathon einiges zu entdecken. Neu ist in diesem Jahr die Streckenführung der Tour 4. Sie führt zunächst nach Norden und folgt damit zu Beginn dem Verlauf der Touren 1 und 2. Anschließend geht es über Sachrang und den Erlerberg weiter nach Niederndorf. Damit erhält die beliebte Tour einen neuen Charakter und verbindet vertraute Abschnitte mit einer anspruchsvollen Streckenführung im Grenzraum.
Die Tour 3 bleibt dagegen ein echter Klassiker im Programm. Sie führt traditionell über das Sudelfeld nach Bayrischzell und weiter über Thiersee, Kufstein und Niederndorf, bevor es durch das Inntal wieder hinausgeht. Diese Runde ist landschaftlich reizvoll, verlangt den Teilnehmern aber auch einiges ab. Wer hier startet, sollte eine gute Kondition und ausreichend Durchhaltevermögen mitbringen.
Nichts für Anfänger ist die neue Freakout-Tour. Sie ist keine klassische Rundtour, denn mehrere Anstiege werden auf demselben Weg hinauf- und wieder hinuntergefahren. Genau darin liegt ihr besonderer Reiz: Die Teilnehmer sammeln viele Höhenmeter und werden dafür mit beeindruckenden Ausblicken belohnt. Diese Tour richtet sich an besonders ambitionierte Radfahrer, die nach einer außergewöhnlichen Herausforderung suchen.
Erstmals vier Gravel-
Touren im Angebot
Neben den klassischen Straßentouren wird das Angebot auch abseits des Asphalts weiter ausgebaut. Erstmals stehen in diesem Jahr vier Gravel-Touren zur Auswahl. Damit reagieren die Veranstalter auf das wachsende Interesse an Touren über Schotter, Feldwege und abwechslungsreiche Untergründe. Gravelbikes haben sich längst zu einem festen Bestandteil der Radsportszene entwickelt – und auch beim Rosenheimer Radmarathon bekommt dieser Bereich nun noch mehr Raum.
Bereits zum zweiten Mal gehört außerdem die Handbike-Graveltour zum Tourenrepertoire. Sie zeigt, wie vielseitig der Rosenheimer Radmarathon inzwischen geworden ist. Unterschiedliche Distanzen, verschiedene Untergründe und neue Streckenvarianten sorgen dafür, dass die Veranstaltung nicht nur sportlich anspruchsvoll, sondern auch besonders abwechslungsreich bleibt.
Trotz aller Neuerungen bleibt der Grundgedanke derselbe: Der Rosenheimer Radmarathon soll Radsportbegeisterte zusammenbringen – vom ambitionierten Langstreckenfahrer bis zu allen, die eine persönliche Herausforderung suchen und einen besonderen Tag auf dem Rad erleben wollen. Dass eine Veranstaltung dieser Größenordnung von zwei Vereinen getragen wird, macht sie in der Region besonders.
Ein starkes Zeichen für den
Vereinssport
Der 33. Rosenheimer Radmarathon ist damit weit mehr als nur eine große Radausfahrt. Er ist ein starkes Zeichen für ehrenamtliches Engagement, für lebendige Vereinsarbeit und für die Begeisterung am gemeinsamen Sport. Über 200 Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass Tausende Teilnehmer sicher starten, gut versorgt werden und am Ende wieder am WEKO-Gelände ankommen.
Dass die Einnahmen vollständig in die Jugendarbeit der beiden Vereine fließen, macht die Veranstaltung zusätzlich wertvoll. Jeder Startplatz unterstützt damit den Nachwuchs, die Vereinsarbeit und den Sport in der Region. Für den RSV Rosenheim und den Skiclub Aising-Pang e.V. ist der Radmarathon deshalb nicht nur ein großes, sondern auch ein Herzensprojekt.
Wenn sich am Sonntag wieder Tausende Radfahrer auf den Weg machen, wird Rosenheim einmal mehr zum Treffpunkt der Radsportszene – mit vielen Höhenmetern, schönen Ausblicken und einer großen Portion Gemeinschaft.