Fit for Work

von Redaktion

Ein Zuschuss, der Chancen schaffen soll

Ein verspäteter Einstieg, ein Ausbildungsplatzwechsel – manchmal hängt der Start ins Berufsleben an Kleinigkeiten, manchmal auch an größeren Baustellen. Genau hier setzt die bayerische Ausbildungsinitiative „Fit for Work“ an: Betriebe sollen ermutigt werden, auch Bewerberinnen und Bewerbern mit Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu geben. Dafür bekommen sie einen finanziellen Ausgleich.

Wie viel Geld steckt dahinter?

Im Kern handelt es sich um einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung, finanziert aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+). Unternehmen, die im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung in Bayern ausbilden, können 375 Euro pro Ausbildungsmonat erhalten – bis zu 16 Monate, also bis zu 6.000 Euro. Voraussetzung ist in der Regel, dass das Ausbildungsverhältnis mindestens sechs volle Monate besteht.

Neben der klassischen Förderung gibt es auch eine Variante für Teilzeitausbildungen: Auch hier beträgt der Zuschuss 375 Euro pro Monat für bis zu 16 Monate (ebenfalls bis zu 6.000 Euro). Eine Altersgrenze gibt es bei der Teilzeit-Förderung nicht. Gefördert werden Ausbildungsverhältnisse mit jungen Menschen, die „einem besonderen Wettbewerb“ unterliegen – also typischerweise schwerer an einen Ausbildungsplatz kommen. Das kann verschiedene Hintergründe haben: etwa wenn jemand ohne Abschluss von einer allgemeinbildenden Schule abgegangen ist, aus einer Praxis- oder Berufsorientierungsklasse kommt, schon länger raus ist oder den Betrieb wechseln musste. Die Arbeitsagentur Rosenheim weist auf die Förderung hin und nennt als Zielgruppe unter anderem Jugendliche, die im Wettbewerb um Ausbildungsplätze benachteiligt sind – auch junge Menschen mit gesichertem Aufenthaltsstatus.

Vor dem Antrag können Betriebe online prüfen, ob das Ausbildungsverhältnis voraussichtlich förderfähig ist. Auch die Antragstellung läuft anschließend online; geprüft wird durch das Zentrum Bayern Familie und Soziales. Nach dem Bewilligungszeitraum wird die Auszahlung beantragt – die Förderung wird laut Ministerium in einer Summe an den Betrieb ausgezahlt.

„Fit for Work“ ist kein Geldgeschenk, sondern soll einen ganz konkreten Effekt haben: Betriebe, die mehr Begleitung im Ausbildungsalltag leisten, bekommen einen Teil des Aufwands abgefedert – und für Jugendliche steigt die Chance, dass aus „schwierig“ am Ende doch „passend“ wird.

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