Geld für die Ausbildung

von Redaktion

Von BAB bis Wohngeld: Welche Hilfen es gibt – und wer sie bekommt

Der Monat ist noch lang, das Konto schon fast leer … In der Ausbildung passiert das schneller, als man denkt – vor allem mit eigener Wohnung, Fahrtkosten und Lebenshaltung. Gut zu wissen: Genau dafür gibt es in Deutschland Zuschüsse und Unterstützungen – je nachdem, ob es sich um eine duale/betriebliche oder eine schulische Ausbildung handelt, und ob Azubis noch bei den Eltern oder bereits alleine wohnen.

Der Klassiker:
Berufsausbildungsbeihilfe

Für viele in der dualen Ausbildung ist die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) die wichtigste Hilfe. Sie ist ein monatlicher Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit – gedacht vor allem für Azubis, die während der Ausbildung in einer eigenen Wohnung leben.

Bei der Prüfung zählen unter anderem Ausbildungsvergütung, Einkommen der Eltern oder von Ehe-/Lebenspartnern, Freibeträge und mögliche Zusatzbedarfe. BAB muss nicht zurückgezahlt werden. Wichtig ist der Zeitpunkt: Der Zuschuss wird nur ab dem Monat gezahlt, in dem der Antrag gestellt wurde – deshalb sollte man so früh wie möglich beantragen. Eine Orientierung liefert der BAB-Rechner.

Wer kein BAB bekommt, kann laut Arbeitsagentur möglicherweise Wohngeld beantragen – zuständig ist die Wohngeldbehörde (Landratsamt/ kreisfreie Stadt) am Wohnort. Wohngeld hängt vor allem an Haushaltsgröße, Einkommen und Miethöhe. Wichtig ist die Abgrenzung: Wer „dem Grunde nach“ BAB-berechtigt ist, hat beim Wohngeld häufig keinen Anspruch – selbst wenn am Ende wenig oder kein BAB ausgezahlt wird. Deshalb lohnt ein Check der Voraussetzungen, bevor man Zeit in den Antrag steckt.

Viele unterschätzen außerdem Hilfen „neben dem Azubi-Gehalt“. Kindergeld gibt es in der Regel bis 18, bei Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen bis 25 – normalerweise geht es an die Eltern, es kann aber je nach Situation auch an das Kind „abgezweigt“ werden (etwa wenn Eltern nicht oder nicht ausreichend unterstützen). Für 2026 nennt die Familienkasse 259 Euro pro Kind und Monat. Gerade bei eigener Wohnung oder langen Wegen zur Berufsschule kann das Kindergeld im Haushaltsplan ein fester Baustein sein.

Und schon vor Ausbildungsstart kann Unterstützung greifen: Über das Vermittlungsbudget können – nach vorheriger Absprache – Kosten erstattet werden, die bei der Ausbildungsplatzsuche entstehen (wie Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen oder Tests). Der entscheidende Punkt: Das sollte vorher mit der Arbeitsagentur geklärt werden – denn Leistungen werden in der Regel nur übernommen, wenn sie zuvor bewilligt wurden.

Und: Für besonders leistungsstarke Azubis gibt es Stipendienprogramme, wie etwa das „Weiterbildungsstipendium“.

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