Ein besonderes Merkmal ist neben der fachübergreifenden engen Zusammenarbeit besonders die Verzahnung zwischen ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen: Im viszeralchirurgischen MVZ unter Leitung von Dr. Jörg Filser steht die gesamte moderne Funktionsdiagnostik zur Verfügung. Das MVZ ist seit kurzem im InnKlinikum Altötting verortet, in unmittelbarer Nähe zur Endoskopie. Die dort gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die weitere Behandlung ein, die bei Bedarf stationär am InnKlinikum erfolgt.
Kurze Wege und
enge Vernetzung
„Wir möchten das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum aus einer Hand anbieten, unabhängig davon, ob ein Patient ambulant behandelt wird oder ein stationärer Aufenthalt nötig ist“, betont Prof. Dr. Christian Jurowich. Dafür arbeiten Spezialisten aus Endoskopie und Viszeralchirurgie eng zusammen und entwickeln für jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept. „Kurze Wege und gut vernetzte Medizin ist oft entscheidend für den Behandlungserfolg und für unsere Patientinnen und Patienten von großem Vorteil“, so Prof. Jurowich.
Das Zentrum richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Refluxbeschwerden, Schluckstörungen sowie weiteren Erkrankungen der Speiseröhre und des Magens. Dazu zählen unter anderem Ausstülpungen der Speiseröhre, sogenannte Divertikel, Polypen, Schleimhautveränderungen, aber auch Krebs.
Einen Schwerpunkt bildet die Behandlung der Refluxkrankheit. Viele Betroffene leiden über Jahre unter Sodbrennen und nehmen dauerhaft Medikamente ein. Häufig liegen jedoch zusätzliche Ursachen wie Zwerchfellbrüche vor, die gezielt behandelt werden können. Das viszeralchirurgische Team führt derlei Operationen routiniert durch und verfügt über eine hohe Erfahrung auf diesem Gebiet sowie allen weiteren Erkrankungen. Eng vernetzt sind die Experten zudem mit der Adipositaschirurgie am Standort Mühldorf. Patienten mit krankhaftem Übergewicht leiden häufig unter chronischem Sodbrennen – hier kann eine bariatrische Operation die langfristig sinnvollere Lösung sein als eine isolierte Refluxbehandlung. Dank der engen interdisziplinären Zusammenarbeit können Betroffene schnell in die für sie am besten geeigneten Strukturen überführt werden.
Besondere Expertise
Schluckstörungen
Auch bei Schluckstörungen bietet das Zentrum besondere Expertise. Für Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen der Speiseröhre stehen sämtliche modernen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von der medikamentösen Therapie über endoskopische Verfahren bis hin zu operativen Eingriffen. Dazu zählt auch die sogenannte POEM-Methode (Perorale Endoskopische Myotomie), ein hochspezialisiertes Verfahren, das nur an wenigen Kliniken angeboten wird.
Medizinvorstand Dr. Wolfgang Richter betont den Qualitätsvorteil für Betroffene in der Region: „Durch den Aufbau des spezialisierten Zentrums bieten wir höchste medizinische Qualität aus einer Hand, von der Beratung über moderne Behandlungsverfahren bis hin zur Nachsorge“. Patientinnen und Patienten können sich über das MVZ von Dr. Jörg Filser sowie die gastroenterologisch oder viszeralchiurgische Sprechstunde am InnKlinikum Altötting vorstellen.