Top-Verdiener nach der Ausbildung

von Redaktion

Nicht jeder „Top-Job“ startet mit Top-Gehalt – entscheidend sind Branche und Weiterbildung

„Ich will später gut verdienen“, sagen viele. Die gute Nachricht: Auch mit einer Ausbildung sind hohe Einkommen möglich. Die ehrliche Nachricht: Bei Gehaltslisten muss man genau hinschauen, ob es um Ausbildungsvergütung, Einstieg nach der Lehre oder um spätere Karriere-Gehälter geht – und ob der Beruf überhaupt mit einer klassischen oder dualen Ausbildung erlernbar ist.

Welche Ausbildungen
in Rankings vorne landen

In aktuellen Übersichten werden als besonders gut bezahlt häufig Berufe genannt, die entweder sehr spezialisiert sind oder in tarifstarken Branchen liegen. UNICUM führt Fluglotse/-lotsin als bestbezahlten Ausbildungsberuf und nennt danach etwa Laborant/-in, Elektroniker/-in, Mechatroniker/-in oder Polizist/-in als Beispiele für sehr gut bezahlte Ausbildungsberufe.

Kununu betont bei „gut bezahlten Ausbildungen“ vor allem zwei Felder: kaufmännische Berufe in der Finanzbranche sowie technische Berufe wie Fachinformatiker/-in oder Industriemechaniker/-in, weil dort oft schon während der Lehrzeit solide gezahlt wird und sich danach gute Perspektiven ergeben. Wer wissen will, was am Arbeitsmarkt tatsächlich ankommt, kann Rankings mit offiziellen Daten abgleichen, wie etwa vom Entgelt-Atlas der Bundesagentur für Arbeit.

Wichtig dabei: Die dort angegebenen Medianwerte sind keine Garantie. Sie hängen davon ab, ob ein Betrieb tarifgebunden ist, wie groß das Unternehmen ist, ob Schichtarbeit anfällt und in welcher Region man arbeitet.

Für die eigene Entscheidung lohnt weniger die Frage „Was ist Platz 1?“, sondern „Wo kann ich mich entwickeln? Gute Verdienste entstehen oft durch Spezialisierung, Branchenwechsel in tarifstarke Industrien – oder durch den nächsten Schritt nach der Ausbildung: Meister, Techniker, Fachwirt oder eine Weiterbildung. Gehaltslisten sind dafür ein Startpunkt. Die bessere Planung entsteht, wenn man den Weg, die Anforderungen und die Perspektiven mitdenkt – und Zahlen mit Entgelt-Atlas und Tarifinfos gegencheckt.

Artikel 1 von 11