Sicher unterwegs mit Camper und Caravan

von Redaktion

Von Diebstahlschutz bis Mietvertrag: Was vor der Reise wichtig ist

Vor dem Urlaub mit Wohnmobil oder Caravan steht mehr an als die Wahl der Route. Vor der ersten Tour sollten Einweisung, Technik, Diebstahlschutz und Versicherung geklärt sein.

Mieten nur mit einem
klaren Vertrag

Beim Mieten stellt sich zuerst die Frage nach dem Anbieter. Gewerbliche Vermieter haben oft moderne Modelle im Angebot, private Fahrzeuge sind dafür häufig individueller ausgestattet. Wichtig ist in beiden Fällen eine gründliche Einweisung vor der ersten Fahrt. Höhe, Breite, Gewicht, Gas, Wasser, Strom und Bordtechnik sollten bekannt sein.

Bei privat vermieteten Campern ist vor allem entscheidend, dass das Fahrzeug als Selbstfahrervermietfahrzeug zugelassen ist. Nur dann besteht nämlich nach Angaben der ARAG-Experten ein gewerblicher Vollkaskoschutz. Auch ein schriftlicher Mietvertrag ist dringend nötig: Mietdauer, Kaution, Selbstbeteiligung und vorhandene Schäden gehören hinein.

Technik vor der Abfahrt prüfen

Vor allem nach längerer Standzeit braucht das mobile Ferienhaus einen Check. Starter- und Bordbatterie, Ölstand, Bremsflüssigkeit, Kühl- und Scheibenwischwasser, Beleuchtung, Wischerblätter und Reifen lassen sich zunächst selbst kontrollieren. Für eine gründliche Prüfung empfiehlt sich zusätzlich der Blick einer Fachwerkstatt. Auch der Unterboden verdient Aufmerksamkeit, weil Winter, Salz und Feuchtigkeit Spuren hinterlassen können. Dichtungen sollten gepflegt oder ersetzt werden. Vor der Abfahrt müssen außerdem Gasflaschen, Lampen, Kühlschrank, Wassertanks, TÜV und Tankfüllung stimmen.

Schutz vor Langfingern
im Urlaub

Ein weiteres Thema ist Diebstahlschutz. Camper sind gefragt – leider auch bei Langfingern, besonders in der Reisesaison. Mechanische Sperren wie Lenkrad-, Gangschaltungs- oder Reifenkralle erschweren das Wegfahren. Bei Wohnwagen
bietet ein Deichselschloss Schutz. Stabile Zusatzschlösser, Sicherheitsbügel an den Türen und Stauräumen, Klemmstangen für Schiebefenster, Alarmanlage und GPS-Tracker erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Wertgegenstände sollten nie sichtbar im Fahrzeug bleiben.

Wichtig ist auch der Versicherungsschutz. Die Kfz-Haftpflicht ist vorgeschrieben. Teil- oder Vollkasko schützen das eigene Fahrzeug. Beweglicher Inhalt ist damit meist nicht abgesichert. Für Gepäck, Elektronik und Ausstattung kann eine Inhaltsversicherung sinnvoll sein; sie greift auch bei Schäden durch Brand, Unwetter oder Unfall. Wer mietet, sollte prüfen, welche Policen über den Anbieter laufen und welche Lücken man selbst schließen muss.

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