Die Feuerwehr Rossholzen entstand 1978 aus der Zusammenlegung der aktiven Feuerwehren Rossholzen und Steinkirchen. Die beiden Vereine bestehen bis heute weiter. Neben Grainbach und Törwang ist Rossholzen eine von drei aktiven Feuerwehren der Gemeinde Samerberg – und die federführende Wehr.
Ihre Stärke liegt in der breiten Aufstellung. Mit dem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 kann die Mannschaft bei Bränden schnell eingreifen, auch dort, wo abgelegene Anwesen und schwierige Wasserversorgung Zeit kosten. Großer Löschwassertank, leistungsstarke Pumpe und Ausstattung für Innen- und Außenangriff machen das Fahrzeug zu einem wichtigen Baustein im Brandschutz. Mit Rettungssatz und Hebekissen ist es zugleich für Technische Hilfe gerüstet. Der Gerätewagen GW-L2 zeigt seine Stärke, wenn Einsatzstellen schwer erreichbar sind oder Wasser über weite Strecken herangeführt werden muss. Bis zu 2000 Meter B-Schlauch können verlegt werden. Durch wechselnde Module bleibt das Fahrzeug flexibel und unterstützt bei Unwettern ebenso wie bei Wald- und Vegetationsbränden. Das Mehrzweckfahrzeug dient der Einsatzleitung und Erkundung. Eine Netzersatzanlage mit 63 kVA Leistung hilft bei größeren Einsatzlagen oder Krisenfällen.
Eine besondere Aufgabe übernimmt Rossholzen innerhalb der Flughelfergruppe des Landkreises Rosenheim. Der Landkreis ist einer von 17 bayerischen Standorten solcher Spezialeinheiten. Die Wehr stellt das Zugfahrzeug und trägt Verantwortung für die Geräte. Die Flughelfer stellen die Infrastruktur, Sicherheit und Logistik beim Einsatz von Luftfahrzeugen her.
Erfahrene Mannschaft und junger Ehrgeiz
Hinter dieser Ausstattung stehen 54 aktive Feuerwehrdienstleistende und 14 Mitglieder der Jugendfeuerwehr – alle ehrenamtlich. Die Mannschaft lebt von Erfahrung, jungem Ehrgeiz, unterschiedlichen Berufen und dem Wissen, dass sich alle aufeinander verlassen können. Hilfeleistung, Kameradschaft und die Rückmeldung aus der Bevölkerung sind wichtige Antriebe.
Dass die Wehr heute gut aufgestellt ist, hat viel mit Weitblick und Zusammenhalt zu tun. Schon früh verfügte Roßholzen über hydraulisches Rettungsgerät, Atemschutz und das erste Tanklöschfahrzeug im Inntal. 1997 wurde das Feuerwehrhaus in Eigenleistung neu gebaut. Darauf baut die Wehr bis heute auf – mit moderner Ausrüstung, Einsatzbereitschaft und klarem Auftrag: für den Samerberg da zu sein.