Was die Gesellschaft zusammenhält

von Redaktion

Ehrenamt unverzichtbar für Sicherheit und Zusammenhalt

Wenn der Sportverein Training anbietet, Kinder und Jugendliche betreut werden, ältere Menschen Unterstützung erhalten oder bei Hochwasser Helfer anpacken, stehen dahinter häufig Menschen, die ihre Zeit freiwillig zur Verfügung stellen. Rund 29 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland unentgeltlich für das Gemeinwohl. Sie übernehmen Aufgaben, die der Staat und hauptamtliche Kräfte allein weder in dieser Breite noch in dieser Nähe zu den Menschen leisten könnten.

Mehr als unbezahlte
Arbeit

Ehrenamt bedeutet nicht einfach, ohne Lohn zu arbeiten. Es steht für die bewusste Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen und das eigene Umfeld mitzugestalten. Die Beweggründe sind so vielfältig wie die Tätigkeiten selbst. Manche möchten etwas zurückgeben, andere suchen Gemeinschaft, eine sinnvolle Aufgabe oder einen Ausgleich zum Beruf. Viele entdecken neue Fähigkeiten und erleben, dass ihr Einsatz unmittelbar etwas bewirkt.

Wie unverzichtbar dieses Prinzip ist, zeigt die Feuerwehr. In Bayern sorgen rund 326.000 aktive Feuerwehrleute für Sicherheit, etwa 320.000 von ihnen ehrenamtlich. Sie leisten ihren Dienst in mehr als 7.400 freiwilligen Feuerwehren.

Hinter diesen Zahlen stehen Frauen und Männer, die nach Feierabend üben, Lehrgänge besuchen, Geräte warten und jederzeit damit rechnen müssen, dass der Alarm ihren Alltag unterbricht. Längst geht es nicht nur um Brände. Feuerwehren retten Menschen nach Verkehrsunfällen, helfen bei Hochwasser und Unwettern, sichern Gefahrstoffereignisse ab und leisten technische Hilfe. Das verlangt Fachwissen, körperliche Belastbarkeit und regelmäßige Ausbildung.

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