Sommerausflüge müssen nicht spektakulär sein, um in Erinnerung zu bleiben. Oft sind es gerade die einfachen Touren, die allen guttun: ein Weg mit viel Aussicht, eine entspannte Radstrecke, eine Bank im Schatten oder eine Gondelfahrt auf den Berg. Im Chiemsee-Alpenland gibt es viele solcher Ziele. Zwischen See und Gipfel warten Touren, die weder sportlichen Ehrgeiz noch große Vorbereitung verlangen – sondern vor allem Lust auf gemeinsame Zeit draußen. Ob mit Kleinkind, Schulkind, Eltern oder Großeltern: Die Region bietet zahlreiche Möglichkeiten für Ausflüge, die Naturgenuss und Bewegung verbinden, ohne jemanden zu überfordern.
Bankerlweg in Aschau: Mit
Aussicht und Atempause
Wie entschleunigend schon ein kurzer Spaziergang sein kann, zeigt der Bankerlweg in Aschau im Chiemgau. Der Weg ist zwei Kilometer lang, alternativ gibt es einen etwa fünf Kilometer langen Rundweg. Er verläuft überwiegend eben und führt mit Blick auf Schloss Hohenaschau und die Kampenwand durch eine Landschaft, die zum Innehalten einlädt. Besonders charmant sind die thematisch gestalteten „Bankerl“, die entlang der Strecke kleine Pausen ermöglichen. Dazu kommen kurze Entspannungsübungen – von progressiver Muskelentspannung bis zum „boarischen Tamtam“ mit Kuhglockengong. Gerade für Familien mit kleineren Kindern, aber auch für Großeltern ist der Weg gut geeignet: Er ist kinderwagengerecht und das ganze Jahr über begehbar.
Bad Feilnbach: Mit dem
Rad zur Moorelfe
Wer lieber auf zwei Rädern unterwegs ist, findet in Bad Feilnbach eine familienfreundliche Tour mit spielerischem Ziel. Rund 15 Kilometer lang ist die Strecke zur Moorelfe, die gut ausgebaut und auch mit Kinderanhänger problemlos zu fahren ist. Ziel ist die Moorerlebnisstation in der Sterntaler Filze. Dort warten Spielbereiche, Rastplätze und mehrere liebevoll gestaltete Erlebnisstationen. Für Kinder wird der Ausflug vor allem durch die „Moor-Elfe“ zum kleinen Abenteuer. Nach der Entdeckungstour geht es entspannt zurück nach Bad Feilnbach, unterwegs gibt es zudem mehrere Möglichkeiten zur Einkehr.
Rund um den Simssee:
Radeln, schauen, baden
Etwas weiter, aber ebenfalls gut machbar, ist die Radtour rund um den Simssee bei Baierbach. Die Strecke umfasst rund 20 Kilometer und führt durch eine abwechslungsreiche Voralpenlandschaft. Wiesen, kleine Ortschaften und immer wieder der Blick aufs Wasser machen den Reiz dieser Runde aus.
Der Simssee, oft als kleiner Bruder des Chiemsees bezeichnet, zeigt sich mal weit und offen, mal ruhig und versteckt.
Unterwegs laden Kioske und Seegaststätten zu einer Pause ein, an warmen Tagen bieten mehrere Badeplätze zudem eine willkommene Abkühlung.Gerade für Familien, die Bewegung mit einem Sommertag am Wasser verbinden möchten, ist die Tour ein lohnendes Ziel.
Kiefersfelden: Wandern und dabei spielerisch lernen
Dass ein Ausflug in die Natur auch spannend und lehrreich sein kann, zeigt der Kieferer Energiewanderweg in Kiefersfelden. Er gilt in Deutschland als einzigartig und verknüpft Natur, Geschichte und Technik auf anschauliche Weise.
In vier flexibel begehbaren Abschnitten wird an insgesamt 23 Stationen erklärt, wie Wasser, Wald und Sonne seit Jahrhunderten nachhaltig genutzt werden. Besonders familienfreundlich ist der Teil durch die wildromantische Gießenbachklamm. Dort treffen Naturerlebnis und Wissensvermittlung direkt aufeinander. Verschiedene Energiestationen und Bayerns größtes Wasserrad machen die Strecke gerade auch für Kinder interessant.
Wasserburg: Kunst und Natur an der Innleiten
Eine ganz andere Art von Familienausflug führt nach Wasserburg am Inn.
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