Wenn im Inntal die Sirenen heulen, ist auf sie Verlass: Die Freiwillige Feuerwehr Brannenburg sichert das Gemeindegebiet mit einer hochprofessionellen und engagierten Mannschaft. Zusammen mit den Nachbarwehren aus Degerndorf und Großbrannenberg steht die Brannenburger Truppe tagtäglich bereit.
Hinter der Wehr liegt ein besonderer Meilenstein: Erst im vergangenen Jahr feierte die Truppe ihr 155-jähriges Bestehen. Doch trotz der langen, traditionsreichen Geschichte seit der Gründung im Jahr 1870 ist der Blick der Brannenburger Floriansjünger fest nach vorne gerichtet. Heute präsentiert sich die Wehr als topausgebildete, moderne Hilfsorganisation.
Zentral gelegen an der Wendelsteinhalle, direkt unterhalb des Schlosses Brannenburg, schlägt das Herz der Wehr. Im modernen Gerätehaus stehen mit dem Löschgruppenfahrzeug LF 10, einem vielseitigen Kleinalarmfahrzeug (KLAF) sowie einem Schlauchanhänger moderne Einsatzmittel bereit. Die Anforderungen an die Brandschützer haben sich über die Jahrzehnte stark gewandelt: Technische Hilfeleistungen, etwa bei schweren Verkehrsunfällen oder extremen Unwetterlagen, machen heute den Großteil der Einsätze aus. Um für jeden Notfall gerüstet zu sein, verfügt die Wehr über Spezialausrüstung zur Absturzsicherung, Atemschutzgeräte und leistet schnelle Hilfe als First Responder.
Diese vielseitigen Aufgaben ruhen auf starken Schultern: Die aktive Wehr besteht aus 77 engagierten Kräften, darunter 16 Feuerwehranwärter. Ein besonderes Augenmerk gilt der Jugendfeuerwehr mit derzeit zwei aktiven Jugendgruppen.
Möglich gemacht wird diese Arbeit auch durch den engagierten Feuerwehrverein. Veranstaltungen wie die jährliche Christbaumversteigerung oder das legendäre Brannenburger Weinfest sind feste Größen im Dorfleben.