Sturm auf das Establishment

von Redaktion

Dacia greift mit dem Striker an: erste Eindrücke vom Golf-Klasse-Kombi

Der Name eines Autos ist bei Dacia oft Programm. Duster, Jogger, Bigster. Und jetzt Striker. Das ist eine Ansage, denn das englische Wort steht für Stürmer. Da will es jemand wissen und hat’s aufs automobile Establishment abgesehen.

Nach dem Bigster ist der Striker, der ab Ende 2026 angeboten wird, der zweite Dacia fürs C-Segment (im Volksmund Golf-Klasse genannt). Da suchen die Rumänen die große Herausforderung. Besser gesagt: ihr Ableger aus Kleinasien. Denn der Striker wird in der Türkei gebaut.

Auf den ersten Blick ist der Striker ein Kombi, also ein Herausforderer für Škoda Oktavia & Co. Doch da sind die aus dem Duster und Bigster bekannte Einstellung für schlechten oder glatten Untergrund, die hohe Bodenfreiheit, die Allradoption. Als SUV firmiert der Bigster, und selbst für Crossover-Modelle ist der Striker letztlich zu flach. Irgendwie passt er nicht so recht in die üblichen Automobil-Genres. Also doch am ehesten ein Kombi.

Die Ausstattung wirkt noch wertiger als beim Bigster. Der Striker bietet wie die Markengeschwister einige pfiffige Ideen, die wenig kosten und viel Nutzwert bieten: Der Eiskratzer im Armaturenbrett, den man nicht lange suchen muss, wenn man ihn braucht. Ein Einkaufsnetz, das mit YouClip-Befestigungen an den Rückseiten der Front-Sitze oder im Kofferraum fixiert werden kann. Der Kofferraum-Zwischenboden, der mit einem Griff senkrecht aufgestellt zur Trennwand im Gepäckfach wird. Auch etwas Luxus schleicht sich ins Dacia- Portfolio, wie die bei Annäherung selbst öffnende Kofferraumklappe.

Im Innenraum die üblichen Displays und reichlich echte Bedienknöpfe, vor allem im Lenkrad. Genug Platz für fünf Passagiere, denen dank verbesserter Geräuschdämpfung hoher Komfort versprochen wird. Apple Car Play und Android Auto sind an Bord.

Bei den Motoren gibt es die gleichen Angebote wie für den Bigster: 140-PS-Mildhybrid (Benzin und Autogas), Hybrid mit 155 PS und eine hybridisierte Allradversion mit 150 PS. Genug für den Topspeed von 180 km/h. Beim Verbrauch dürfte der Neue dank 13 Zentimetern geringerer Höhe und dem Cw-Wert von 0,29 spürbar unter den 4,7 bis 7,2 Litern des SUV liegen.

Bei Dacia nicht ganz zu vernachlässigen: der Preis. Das Auto startet unter 25.000 Euro. Und selbst mit Zubehör dürfte bei 30.000 Euro Schluss sein. MARTIN PREM

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