Schön: Freude im Urlaub.
Knipsen ist für Anfänger. Doch richtig schöne Urlaubsfotos: Wie mache ich die? Dazu Tipps vom Profi.
• Eine Frage des Timings: Der beste Zeitpunkt für ein Topfoto? Etwa, wenn es um den klassischen Sonnenuntergang am Meer geht: „Oft sind die Farben 10 bis 20 Minuten nach Sonnenuntergang am schönsten“, erklärt Hendrik Vatheuer vom Fachmagazin „c‘t Fotografie“.
• In der prallen Sonne aus dem Schatten heraus: Man sollte möglichst nicht in der prallen Mittagssonne fotografieren, um gerade bei Porträts harte Schatten zu vermeiden. „Das beste Licht gibt es morgens oder auch abends“, sagt Vatheuer. Sollte die Sonne aber dann doch hoch stehen oder zu stark sein, wenn man fotografieren möchte, sollte man möglichst aus dem Schatten heraus agieren oder zumindest die Sonne von hinten kommen lassen.
• Keine Tiefe, null Weite beim Bergpanorama: Ein „Problembär“ unter den Urlaubsfotos sind Bergpanoramen, die später auf dem Foto – ganz anders als live – häufig Tiefe und Weite vermissen lassen. Doch auch hier gibt es handwerkliche Lösungen. „Bergpanoramen wirken häufig flach, weil den Bildern ein Vordergrund fehlt“, erklärt Hendrick Vatheuer. „Gute Fotos leben von einem Vordergrund, also von einem Stein, einem Wanderer oder auch einem Baum im Vordergrund des Bildes.“ Das mache das Foto automatisch räumlicher. Außerdem wirkten Aufnahmen mit einem Vordergrund immer spannender als ohne.
• Nichts ist langweiliger als alles in der Mitte: Auch wichtig, die gekonnte Bildkomposition. Hier gilt es, nicht alles mittig zu fotografieren. „Das Bergpanorama also nicht immer in die Mitte setzen, sondern vielleicht auch mal etwas an den Rand und etwas verteilter komponieren“, rät Vatheuer.
• Schlechtes Wetter als Foto-Booster: Mieses Wetter ist übrigens kein Grund, das Fotografieren einzustellen – im Gegenteil, so der Experte: „Bei Regen, Nebel und grauem Himmel sollte man gerade die Kamera auspacken.“ Meist sorge schlechtes Wetter sogar für die spannenderen Bilder.
Als Beispiel nennt Vatheuer Spiegelungen im Regen oder in Pfützen. Und: „Nebel schafft viel Stimmung, und auch ein grauer Himmel mit dramatischen Wolken macht viele Fotos tatsächlich interessanter.“ Gerade Landschaftsbilder wirken spannender, wenn der Himmel nicht einfach nur blau ist.
• Städte lebendig fotografieren: Wer in Städten unterwegs ist, lenkt sein Augenmerk schnell vor allem auf Architektur und Bauten. Ein Fehler, weiß Hendrik Vatheuer und rät: „In Altstädten sollte man am besten nicht nur die Gebäude fotografieren, sondern auch das Leben darin.“ Also Menschen, Cafés, kleine Details oder auch das Licht in den Gassen mit in den Fokus nehmen.
Auch hier gelte wie am Meer oder bei Landschaftsaufnahmen: „Besonders schön ist das Licht dabei in den frühen Morgenstunden oder auch zur blauen Stunde am Abend.“ Dpa/Tmn