Elektroautos gelten als mindestens so sichere Fahrzeuge wie Verbrenner.
Doch es gibt durchaus Unterschiede zwischen den Antriebskonzepten, wie eine Auswertung von Unfällen durch die Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Versicherer (UDV) ergab. Rund 500 schwere Unfälle wurden analysiert und E-Autos mit den entsprechenden baugleichen Verbrennern.
Die größten Unterschiede wurden insbesondere bei langsamer Fahrt festgestellt. Dabei ereignen sich Fußgängerunfälle häufiger beim Anfahren aus dem Stand, beim Rückwärtsfahren oder beim Abbiegen in der Dämmerung oder Dunkelheit. Die UDV-Experten führen dies darauf zurück, dass E-Autos in solchen Situationen schlechter wahrgenommen werden. Zwar müssen Elektroautos aus Sicherheitsgründen Geräusche abgeben, sobald sie langsamer als mit 20 km/h unterwegs sind, doch offenbar seien diese nicht hörbar genug.
Unfälle wurden auch durch Fehlbedienungen der Pedale festgestellt. Möglicherweise sind manche Fahrer das One Pedal Driving noch nicht gewohnt, bei dem sich Gas geben und Bremsen über nur ein Pedal steuern lässt. VP