Mitten in Bad Endorf ist wieder Leben eingekehrt: Seit Ende April empfängt die Endorfer Stubn ihre Gäste. Das Wirtshaus und Hotel mit seinem markanten roten Anstrich stand rund eineinhalb Jahre leer, bevor Tanja Dürrbeck und ihr Lebensgefährte Christof Wallner das Haus übernahmen.
„Wir haben uns sofort in das Haus verliebt“, erzählt Tanja. Dabei hatten die beiden ursprünglich gar nicht gezielt nach einem Hotel gesucht. Nach vielen Jahren in Gastronomie und Hotellerie im In- und Ausland wollten sie sich in Südostbayern zunächst nach einem Restaurant oder einer Bar umsehen. Ein Bekannter machte sie schließlich auf das Haus in Bad Endorf aufmerksam.
Schon beim ersten Besuch sprang der Funke über. Küche und Hotelzimmer waren frisch renoviert, die Gaststätte überzeugte mit hellen Räumen, Holzdielen und einem traditionellen Kachelofen. Ein Hauptraum, ein Nebenraum und ein Salettl bieten Platz für unterschiedliche Anlässe. Auf der Terrasse kann man die Sonne genießen.
Die Endorfer Stubn wird als Familienbetrieb geführt. Tanjas früherer Ehemann steht in der Küche, Tanja und Christof kümmern sich um Service und Hotel. Unterstützt werden sie von sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Zimmer für
erholsame Nächte
Bereits ab der Eröffnung waren alle Zimmer belegt. Das Hotel verfügt über neun Doppelzimmer, darunter zwei barrierefreie Zimmer im Obergeschoss und ein Einzelzimmer. Von der Tiefgarage führt ein Aufzug direkt nach oben. Die Zimmer sind mit individuellen Holzbetten aus Schreinerhand und hochwertigen Matratzen für erholsame Nächte ausgestattet. Die Gäste sind bunt gemischt: Urlauber, Geschäftsreisende, Hochzeitsgesellschaften und Angehörige von Patientinnen und Patienten der Simssee Klinik.
Wenige Tage nach dem Hotel öffnete auch das Restaurant. Die Speisekarte bietet vor allem bayerische Küche, ergänzt durch saisonale Gerichte und Themenwochen. Zur Spargelzeit gab es etwa eine Spargelwoche, ebenso sind kulinarische Ausflüge nach Mexiko oder Thailand möglich.
Eine Besonderheit sind die bayerischen Tapas. Wer sich nicht zwischen Schweinsbraten, Käsespätzle oder Essigknödel entscheiden möchte, kann sich mit kleinen (Tapas) Portionen durch die Speisekarte schlemmen. Alternativ die Überraschungstapas bestellen: je vier kalte und warme Tapas bieten die richtige Mischung für zwei Personen zum Ausprobieren.
„Wir mussten nicht einmal groß Werbung machen“, freut sich Tanja. Viele Gäste seien durch Empfehlungen auf das Restaurant aufmerksam geworden. Auf eine abgehobene Küche legen die Gastgeber keinen Wert. „Wir wollten keine Schickimicki-Küche“, sagt Tanja, „Genuss und Gmiat“ ist das Motto – Gutes Essen, moderate Preise und hausgemachte Gerichte in gemütlicher Atmosphäre stehen im Mittelpunkt.
Auch der bewusste Umgang mit Lebensmitteln ist den Betreibern wichtig. Zum Beispiel dient Rindfleisch zunächst als Grundlage für eine kräftige Brühe und wird später als Tafelspitz serviert. Übrig gebliebene Backwaren werden zu Semmelknödeln oder Scheiterhaufen verarbeitet.
Der Tag beginnt in der Endorfer Stubn bereits am Morgen. Von 7 bis 11 Uhr gibt es ein reichhaltiges Frühstücksbüfett. Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Hotelgäste. „Jeder darf bei uns frühstücken“, betont Tanja. Nur dienstags bleibt das Restaurant geschlossen. Die Endorfer Stubn öffnet abends ab 17.30 Uhr, Küche bis 22 Uhr, sonn- und feiertags ist das Restaurant ab 11.30 Uhr geöffnet mit durchgehend warmer Küche.
Tanja und Christof verstehen sich als entspannte Gastgeber, die einen Treffpunkt für Einheimische und Besucher schaffen möchten. Auch für einen Besuch am Abend auf ein Bier, ein Glas Wein oder einen Drink ist jeder willkommen.
So ist die Endorfer Stubn innerhalb kurzer Zeit wieder zu einem lebendigen Ort geworden – bodenständig, gemütlich und individuell. Ein Haus mit Herz und Charakter.