Mehr Ruhe im Zuhause

von Redaktion

Schallschutz immer mitdenken

Verkehr vor dem Haus, eine Bahnstrecke in der Nähe oder der Rasenmäher aus der Nachbarschaft: Lärm gehört für viele Menschen zum Alltag. Nach Angaben des Umweltbundesamtes sind in Deutschland nachts 17,9 Prozent der Bevölkerung von gesundheitsschädlichem Verkehrslärm betroffen, tagsüber mehr als ein Viertel. Das Amt weist darauf hin, dass überschrittene Lärmgrenzen der Gesundheit schaden können. Wer neu baut oder saniert, sollte deshalb neben Energieeffizienz auch gute Schallwerte im Innenraum berücksichtigen.

Fenster als wichtige
Barriere

Eine zentrale Rolle spielen dabei Fenster. Moderne Schallschutzfenster können Lärm von außen deutlich reduzieren. Entscheidend ist das Schalldämmmaß in Dezibel. Je höher dieser Wert ausfällt, desto besser hält ein Fenster Geräusche ab. Wichtig ist allerdings, dass Schallschutz nicht allein vom Glas abhängt. Selbst sehr gutes Glas verliert an Wirkung, wenn das Fenster nicht sorgfältig geplant und montiert wird. Neben der Verglasung sind auch Rahmen, Dichtungen und Anschlussfugen entscheidend. Die Ausführung durch einen Fachbetrieb spielt daher eine wichtige Rolle. Während alte Einfachverglasungen Geräusche nahezu ungehindert in den Wohnraum lassen, erreichen moderne Zwei- oder Dreifachverglasungen eine bessere Schutzwirkung. Wichtig sind unterschiedliche Glasdicken und ein asymmetrischer Scheibenaufbau. Dadurch werden Schallwellen besser gebrochen, der Geräuschpegel sinkt.

Förderung frühzeitig
prüfen

Wenn alte Fenster gegen moderne Lösungen mit Schallschutz ersetzt werden sollen, lohnt es sich, frühzeitig passende Fördermöglichkeiten zu prüfen. Anders als bei Programmen für Wärmeschutz laufen Zuschüsse für Lärmschutzfenster meist nicht über die KfW. Zuständig ist häufig die jeweilige Kommune oder auch der Betreiber der Lärmquelle. Wohnt man beispielsweise sehr nah an einer viel befahrenen Bahnstrecke, kann man bei der Deutschen Bahn in bestimmten Fällen eine Förderung beantragen. Djd

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