Seit acht Jahrzehnten steht die Zimmerei Baumann für solides Zimmererhandwerk, Innovationskraft und die Leidenschaft für den Baustoff Holz. Was 1946 als kleiner Handwerksbetrieb begann, hat sich zu einem modernen Holzbauunternehmen entwickelt, das weit über die Region Rosenheim hinaus tätig ist. Trotz aller Veränderungen ist eines über die Generationen hinweg gleich geblieben: die Begeisterung für Holz als natürlichen und nachhaltigen Werkstoff. Das 80-jährige Firmenjubiläum nimmt die Zimmerei Baumann aus Rosenheim/Aising nun zum Anlass, gemeinsam mit Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit auf ihre Geschichte zurückzublicken – und zugleich den Blick nach vorne zu richten.
Faszinierender Baustoff Holz
Holz erlebt seit Jahren eine Renaissance. Nachhaltigkeit, Klimaschutz und gesundes Wohnen rücken zunehmend in den Fokus, und genau hier spielt der natürliche Baustoff seine Stärken aus. Für die Zimmerei Baumann ist Holz jedoch weit mehr als ein aktueller Trend. Seit der Firmengründung bildet es das Fundament der täglichen Arbeit.
Als nachwachsender Rohstoff bindet Holz große Mengen Kohlendioxid, seine Verarbeitung benötigt vergleichsweise wenig Energie und seine Vielseitigkeit eröffnet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten im modernen Bauwesen. Ob Dachstuhl, Anbau oder komplettes Wohnhaus – Holz verbindet Stabilität mit Flexibilität und schafft zugleich ein angenehmes Wohnklima. Diese Überzeugung prägt den Betrieb seit Generationen und ist bis heute der rote Faden seiner Unternehmensgeschichte.
Vom kleinen Betrieb zum modernen Unternehmen
Die Geschichte der Zimmerei Baumann beginnt im Jahr 1946. Zimmerermeister Franz Baumann I. und seine Frau Therese übernahmen damals die bestehende Zimmerei Stadler aus Pang und gründeten die Franz Baumann KG in Aising. Neben dem Handwerksbetrieb wurde zunächst auch die Landwirtschaft weitergeführt.
Schon in den ersten Nachkriegsjahren entwickelte sich die kleine Zimmerei kontinuierlich weiter. Anfang der 1950er-Jahre wurde das Unternehmen um ein eigenes Sägewerk erweitert. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Franz Baumann II. 1965 die Leitung der Zimmerei. Mitte der 1970er-Jahre fiel schließlich die Entscheidung, die Landwirtschaft aufzugeben und sich vollständig auf die Holzverarbeitung und das Zimmererhandwerk zu konzentrieren.
Mit dem Wachstum des Betriebs stieg auch der Platzbedarf. Neue Produktionshallen entstanden, Arbeitsabläufe wurden modernisiert und ab Mitte der 1960er-Jahre erleichterte ein großer Portalkran die Arbeit im Sägewerk erheblich. Über Jahrzehnte prägte die imposante Anlage das Ortsbild von Aising.
Einen weiteren Meilenstein setzte die Zimmerei Mitte der 1990er-Jahre mit der Anschaffung einer der ersten CNC-gesteuerten Abbundanlagen im Landkreis. Damit hielt modernste Fertigungstechnik Einzug in den traditionsreichen Betrieb.
Eine besonders schwierige Phase erlebte das Unternehmen im Jahr 2002. Ein durch Brandstiftung verursachter Großbrand stellte die Zimmerei vor enorme Herausforderungen. Der Wiederaufbau machte tiefgreifende Veränderungen notwendig.
Zwei Jahre später wurde das Sägewerk geschlossen, gleichzeitig richtete sich der Betrieb konsequent auf den modernen Holzbau aus – ein Schritt, der die weitere Entwicklung nachhaltig prägte.
Heute wird die Zimmerei Baumann in dritter Generation von Franz Baumann geleitet und beschäftigt sieben Facharbeiter, vier Auszubildende sowie zwei Mitarbeiterinnen im Büro. Das Leistungsspektrum deckt nahezu die gesamte Bandbreite des modernen Zimmererhandwerks ab.
Fortsetzung nächste Seite