Immobilien ABC

von Redaktion

Walmdach

Man kennt die außergewöhnliche Form des Walmdachs vor allem aus dem Norden Deutschlands und aus den Niederlanden – nicht zufällig wurde dieses früher auch „Holländisches Dach“ genannt. Die Norm ist in Westeuropa das Satteldach: Hier findet man in der Regel zwei geneigte Dachflächen kombiniert mit zwei Giebeln, also quasi den Wandfeldern des Daches. Beim Walmdach entfallen diese zwei Wandfelder. Das Dach ist sozusagen „nur Dach“, also vier nach allen Richtungen geneigte Dachflächen. Der Begriff Walm stammt von mittelhochdeutsch „welben“ mit der Grundbedeutung „Wölbung, gewölbter Gegenstand“ ab und deutet auf frühe Formen des Satteldaches hin – mit gewölbten Dachflächen anstelle des Giebels. Das Satteldach setzte sich schließlich in ganz Europa als gebräuchliche Dachform durch. Die Gründe dafür waren deutlich geringere Baukosten sowie eine bessere und einfachere Nutzbarkeit des Dachgeschosses. Denn durch die zwei geraden Giebelwände entstehen im Dachgeschoss keine Schrägen an den Stirnseiten. Das ermöglicht einen uneingeschränkten Einbau von Fenstern sowie mehr Stellfläche für Möbel. Ck

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