Zerstörerisches Insekt

von Redaktion

Drüsenameisen können massive Schäden im Haus anrichten

Große Drüsenameisen breiten sich in mehreren Bundesländern aus. Die Tiere können massive Schäden an Fassaden, Gehwegen und Elektronik anrichten. Außerdem bedrohen sie heimische Arten. Wer die Tiere im Garten oder sogar im Haus entdeckt, sollte daher den Befall unverzüglich den zuständigen Behörden vor Ort melden, raten die Experten des Umweltbundesamtes (UBA).

Die Großen Drüsenameisen sind schwarz und häufig sieht man sehr viele davon auf einmal, denn sie bilden sogenannte Superkolonien. Erkennen kann man die Ameisenart unter anderem daran, dass die Arbeiterinnen in unterschiedlichen Größen nebeneinander auftreten. Laut UBA sind sie zwischen zwei und fünf Millimeter groß. Heimische Arten sind hingegen meist gleich groß.

Ein weiterer Hinweis: Große Drüsenameisen bilden teils mehrspurige, breite Ameisenstraßen – anders als die heimische Schwarze Wegameise, die ihr zwar optisch ähnelt, aber nur einspurige Ameisenstraßen anlegt. An den Nesteingängen kommt es laut UBA zudem zum Auswurf von Sand und Erde. Wenn man die Tiere reizt, geben sie laut Naturkundemuseum Stuttgart zudem einen zitronig-ranzigen Geruch ab.

Die Ameisenart legt ihre Nester unterirdisch an und bildet dabei oft ein verzweigtes System aus mehreren Kolonien, eine sogenannte Superkolonie – dabei kann sie Fundamente und Gehwegplatten unterhöhlen. Außerdem dringen die Insekten auch in Gebäude ein, etwa auf der Suche nach Nahrung oder bei kühleren Temperaturen nach Wärme. Dabei können sie laut UBA nicht nur die Fassade beschädigen, sondern auch Schäden an der Elektrik verursachen. Eine Gesundheitsgefahr für Menschen besteht zwar laut UBA nicht. Allerdings haben die Tiere kräftige Mundwerkzeuge, und durch das Verspritzen ihres Sekrets könne es zu Hautreizungen kommen.

Je nach Ausmaß des Befalls variiert das weitere Vorgehen. Neben dem Einsatz von chemischen Mitteln, sprich Insektiziden, können auch thermische Verfahren zum Einsatz kommen, etwa mit Heißwasser oder Heißschaum. Die chemische Bekämpfung sollte man einem Schädlingsbekämpfungsunternehmen überlassen. Dpa

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