Endlich reif für Deutschland

von Redaktion

Kia bringt seinen Bestseller Seltos nun auch hierzulande an den Start

Kia bringt einen globalen Bestseller nun auch auf den deutschen Markt. Der Seltos, der die Lücke zwischen dem XCeed und dem Sportage füllen soll, ist global das zweitbest verkaufte Auto der Marke. Wir fuhren den Seltos als reinen Verbrenner. Design und Ausstattung lehnen sich sehr an die Elektrofahrzeuge der Marke an.

Was die Antriebsvarianten angeht, ist der Hersteller aus Südkorea pragmatisch. Solange Verbrennungsmotoren gekauft werden, bietet er sie auch an. Mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder und 160 PS ist das Auto für die Kompaktklasse üppig motorisiert.

Mit dem gerade gelifteten XCeed teilt sich der Seltos die Motorisierung. Dennoch sind beide vollkommen unterschiedliche Fahrzeuge. Der erste Eindruck vom Seltos: Gemessen an den kompakten Außenmaßen gibt es enorm viel Platz auf den verstellbaren hinteren Plätzen. Der Kofferraum ist von 536 auf 1.511 Liter erweiterbar.

Der zweite Eindruck, wenn man das Auto in Bewegung setzt: Der geht es sehr komfortbetont an. Unebenheiten steckt er besser weg, als in der Fahrzeugklasse üblich. 1.625 bis 1.740 (bei Allrad) Kilogramm Leergewicht lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen.

Üppig auch die Ausstattung, die vom Geschwindigkeitsassistenten, der auf Wunsch auch Tempolimits beachtet, bis hin zum Ausstiegswarner reicht. Die drei Bildschirme sind nicht ganz optimal platziert. Der mittlere für die Klimasteuerung versteckt sich hinterm Lenkrad. Die meisten Funktionen lassen sich auch per Schalter ansteuern. Ein zumindest anfangs nerviges Detail: Solange die Zündung an ist, lassen sich die hinteren Türen nicht öffnen.

Der Motor – unser Auto hatte Doppelkupplungsgetriebe – hatte in jeder Situation Leistungsreserven. Der Seltos verhält sich auch in engen Kurven neutral. Ein kleiner Schwachpunkt ist das Getriebe, das sich ein bisschen mehr Zeit nimmt als andere, bevor der Schub einsetzt.

Der Seltos mit Schaltgetriebe startet bei 34.190 Euro. Je 2.000 Euro mehr kosten Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb (in der schon recht gut ausgestatteten Basis-Linie Vision). Für die Ausstattungslinien Spirit, GT-Line und x-Line kann man noch draufsatteln. Letztere kostet mit Allrad 45.340 Euro und enthält außer dem Panorama-Glasschiebedach (1.200 Euro) alles, was die Aufpreisliste hergibt. Ende 2026 kommt der Seltos als Vollhybrid auf den Markt. MARTIN PREM

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