Auch ohne eigenes Haus können Mieterinnen und Mieter einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen. Balkon-Photovoltaikanlagen lassen sich vergleichsweise einfach in-stallieren und können zusammen mit bewusstem Energiesparen die laufenden Kosten senken.
Eigener Strom für die Wohnung
Stecker-Solargeräte erzeugen Solarstrom, der direkt in das Wohnungsnetz eingespeist und dort verbraucht wird. Dadurch wird weniger Energie aus dem öffentlichen Netz benötigt. Kühlschrank, Router oder andere Geräte nutzen automatisch zunächst den selbst produzierten Strom.
Wie hoch die Ersparnis ausfällt, hängt vor allem vom Eigenverbrauch ab. Wird der Strom zu dem Zeitpunkt genutzt, an dem die Anlage ihn produziert, steigt der finanzielle Vorteil. Besonders geeignet sind daher Geräte, die tagsüber regelmäßig laufen. Waschmaschine oder Geschirrspüler können beispielsweise nach Möglichkeit während sonniger Stunden eingeschaltet werden.
Ein Stecker-Solargerät kann zwar nicht den gesamten Strombedarf eines Haushalts decken. Es kann jedoch dazu beitragen, den laufenden Netzbezug über viele Jahre zu reduzieren. Besonders bei konstanten Verbrauchern macht sich der selbst erzeugte Strom unmittelbar bemerkbar.
Kleine Änderungen mit Wirkung
Ein niedriger Grundverbrauch lässt sich besonders gut mit dem Strom vom Balkon decken. Hilfreich ist es deshalb, versteckte Stromfresser aufzuspüren. Dazu gehören etwa ältere Kühlgeräte, dauerhaft eingeschaltete Unterhaltungselektronik oder Geräte im Stand-by-Betrieb.
Beratung zu Anlage und Verbrauch
Die Verbraucherzentrale Bayern prüft individuell, ob sich ein Stecker-Solargerät lohnt, wie der Eigenverbrauch verbessert und wo im Haushalt zusätzlich Energie eingespart werden kann.
Die Beratung ist online, telefonisch und per Video kostenfrei. Eine Vor-Ort-Beratung kostet 40 Euro. Informationen gibt es unter verbraucherzentrale-energieberatung.de sowie unter Telefon 0800 809 802 400. Verbraucherzentrale Bayern