Bahntickets: So wird der Sparpreis wirklich günstig

von Redaktion

Reisetage vergleichen, Randzeiten nutzen

Wer bei der Bahn sparen möchte, sollte nicht allein auf den beworbenen Super Sparpreis schauen. Eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass günstige Tickets stark von Reisetag, Uhrzeit und Buchungszeitpunkt abhängen. Wer flexibel plant, kann seine Chancen auf einen niedrigen Fahrpreis deutlich erhöhen.

Beworbener Preis oft
nicht verfügbar

Für die Untersuchung wurden zwischen Juni 2024 und April 2026 täglich die Preise für Direktverbindungen zwischen den fünf größten deutschen Städten erfasst. Das Ergebnis: Bei Fahrten zwischen 7 und 19 Uhr lag der günstigste verfügbare Preis an 76 Prozent der untersuchten Tage über dem beworbenen Super- Sparpreis. Je nach Verbindung fiel er 15 bis 157 Prozent höher aus.

Die Verbraucherzentrale rät deshalb: „Verlassen Sie sich bei der Reiseplanung daher nicht allein auf den Werbepreis, sondern prüfen Sie die für Ihre Verbindung tatsächlich verfügbaren Preise.“

Früh buchen und
Randzeiten nutzen

Besonders gute Chancen auf günstige Tickets haben Reisende laut Verbraucherzentrale, wenn sie zu Wochenbeginn oder samstags unterwegs sind. Auch frühe Morgenstunden und spätere Verbindungen am Abend können sich lohnen. Ein entscheidender Faktor ist zudem der Buchungszeitpunkt: Als günstig erwies sich in der Untersuchung eine Buchung etwa zwölf Wochen vor der Fahrt.

Wer dagegen kurzfristig bucht, muss häufig deutlich mehr bezahlen. Der günstigste ermittelte Preis lag bei kurzfristiger Buchung im Durchschnitt rund 180 Prozent über dem Preis bei langfristiger Planung.

Freitag und Sonntag meist besonders teuer

Auch der Wochentag wirkt sich spürbar auf den Ticketpreis aus. Freitag und Sonntag waren in der Untersuchung unabhängig von der Ticketart die teuersten Reisetage. Super-Sparpreise lagen an diesen Tagen im Mittel rund 71 Prozent über den Preisen am Dienstag oder Mittwoch. Wer beim Reisetag flexibel ist, sollte deshalb mehrere Termine vergleichen.

Selbst beim Flexpreis gibt es große Unterschiede. Auf einzelnen Strecken schwankte der Preis je nach Reisetag um bis zu 170 Prozent. Für die Verbindung Berlin-Köln wurden beispielsweise Preise zwischen 99,90 Euro und 185,10 Euro erfasst.

Vergleichen kann sich
auszahlen

Das Fazit der Verbraucherzentrale: Wer bei der Bahn sparen will, sollte nicht nur früh buchen, sondern auch bei Reisetag und Uhrzeit flexibel bleiben. Gerade bei längeren Fahrten kann es sich lohnen, mehrere Verbindungen und Termine miteinander zu vergleichen. Verbraucherzentrale Bayern

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