Seit mehr als einem halben Jahrhundert heißt es in Polling im August „Auf geht’s zum Volksfest“. Im Jahr der Sommerolympiade 1972 war es das erste Mal, dass die Bauhofhalle zur Festhalle umfunktioniert wurde. Seither sind es die Ortsvereine, die in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde dafür sorgen, dass dieses Volksfest ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender bleibt. Heuer ist es der TSV 66 Polling, der dafür verantwortlich zeichnet und im Rahmen des Volksfestes auch sein 60-jähriges Bestehen feiert.
„Warm up“
am Donnerstag
Los geht’s bereits am Donnerstag mit einem kleinen „Warm up“, wenn die Stockschützen am Abend ihren Ortsmeister ermitteln. In der Festhalle treffen sich die Freunde des „Bier-Pong“. Der offizielle Auftakt erfolgt jedoch wie gewohnt am Freitagabend mit dem Standkonzert der Kirchweidacher Blaskapelle am Kirchenplatz und dem anschließenden Festzug zur Festhalle. Hier greift Bürgermeister Ernst Weinberger nach seiner gelungenen Anzapfpremiere bei der Bierprobe erneut zu Zapfhahn und Schlegel, um das erste Fass Erhartinger Festbier anzuzapfen.
Dann heißt es „ozapft is“ und der Tag der guten Nachbarschaft und Gemeinden kann beginnen. Es wartet ein dicht gedrängtes Programm auf die Besucher.
Oldtimertreffen am
Samstagvormittag
So beginnt der Samstag am Vormittag mit dem Oldtimertreffen, das sich Jahr für Jahr steigender Beliebtheit erfreut und dem Betrachter ein buntes Bild der Fahrzeuggeschichte des 20. Jahrhunderts bietet. Weiter geht es mit dem Senioren- und Kindernachmittag.
Stimmung pur erwartet die Gäste dann am Samstagabend beim Bier- und Aperolfest, wenn die Band „De Greadoia“ auftritt.
Der Festtag des
TSV 66 Polling
Nach einer für manchen sicher kurzen Nacht, heißt es am Sonntag früh Aufstellung nehmen für den Kirchenzug zum Festgottesdienst. Der beginnt um 10 Uhr und läutet den Festtag des Jubelvereins ein. Vor dem sich anschließenden Mittagstisch wird den Gründungsmitgliedern eine Ehrung zu teil, denn schließlich waren es sie, die im Jahr 1966 den Verein aus der Taufe hoben und einen wesentlichen Anteil an seiner Erfolgsgeschichte haben.
91 Pollinger trafen sich damals im Gasthaus Überacker und gründeten den Verein, der heute über 800 Mitglieder zählt und sich mit einem breitgefächerten Sportangebot für Jung und Alt präsentiert. Mittendrin eine Vielzahl von ehrenamtlichen Übungsleitern, ohne deren Engagement diese Vielfalt, insbesondere für die Jugend, nicht möglich wäre. Ihnen allen gilt der Dank des Bürgermeisters, der Vorstandschaft und der ganzen Bevölkerung; dieses Engagement ist unbezahlbar. wag