Hightech hin, Fortschritt her: Bis dato gibt es noch immer keine echte Lösung, um das Geld für das Eis, die Zimmerkarte oder den Autoschlüssel sicher am Strand zu deponieren. Und zwar so, dass man nicht immer alleine, sondern auch mal mit der ganzen Familie ins Wasser springen kann. Noch herausfordernder: Wohin mit dem Handy, das oft das gesamte Leben eines Menschen enthält, also neben Kontakten auch Wallet, Konten, Kopien von Pass und Führerschein, dazu die gesamte Reiseliteratur?
Die Sonnencreme
präparieren
Die Utensilien, die für die empfohlenen Tricks notwendig sind, könnten auch auf der Liste eines Bastelkurses stehen. Zumindest eine Schere, noch besser ein Cuttermesser, ein schmaler Spachtel (Nagelfeile geht auch) und Küchentücher sind von Nutzen. Denn das Grundprinzip heißt Camouflage, also Tarnen und Täuschen, um zumindest Gelegenheitsdiebe in die Irre zu führen. Die ahnen nämlich meist nicht, dass in der XXL-Sonnencremetube ein paar Euroscheine sowie der Zimmerschlüssel stecken. Dazu wurde der obere Schraubverschluss entfernt, der restliche Inhalt geleert, das Innere gereinigt und fertig ist das sichere Versteck! Nur: Wie setze ich den abgeschnittenen Verschluss täuschungsecht wieder auf die Tube?
Lippenstift
auskratzen
Dieses Problem hat niemand, der die letzten Reste des Lippenstifts aus der Hülle mit Feile oder Spachtel rausgekratzt hat und in dem gesäuberten Mini-Behälter seine Mini-Wertsachen unterbringt: eng gerollte Euroscheine. Unwesentlich mehr passen in einen aufgeschlitzten Tennisball; neben Geld vielleicht noch die Zimmerschlüssel, wenn sie klein genug sind.
Mit der Windel
tricksen
Wer noch Kleinkinder dabei hat, kommt vermutlich mit einer aufgeschnittenen Windel als Strandtresor ganz gut weg – besonders, wenn der Dieb gleich mehrere durchwühlen müsste oder wenn sie mit gebrauchten bereits in der Mülltüte vor sich hin müffelt.
Die Buch-Attrappe
Auch der Trick, in ein dickes Buch (Hardcover mit 500 Seiten) mit dem Teppichmesser ein Karree für Wertgegenstände auszuschneiden, ist nicht schlecht. Aber aufgepasst, so eine Attrappe ist echte Bastelarbeit inklusive jeder Menge Klebstoff. Hinzu kommt: Als Handy-Depot ist so ein präpariertes Buch allenfalls zu gebrauchen, wenn man gleich mehrere Bücher dabei hat, sodass der Handy-Dieb wertvolle Zeit beim Durchsuchen verlieren würde.
Ziemlich sicher ist auch alles, was direkt am Körper getragen wird. Badeshorts für Männer haben oft Taschen mit Klettverschluss, in die Zimmerkarten problemlos gesteckt werden können.
Handy einbuddeln
Damit allerdings ist das Handy-Problem noch nicht gelöst. Die preiswerteste Methode heißt wie bei allen Wertgegenständen: gar nicht erst mitnehmen! Eine andere Möglichkeit ist Einbuddeln. Also Handy in einen kratz- und wasserfesten Plastikschutz packen und im Sand eingraben – so, dass man es wiederfindet.
Wer jedoch sein Gerät wie gewohnt immer bei sich tragen möchte, dem sollte das gute Stück eine wasserdichte Handyhülle wert sein. Je nachdem, was der kleine Schutzanzug alles können muss – vom bloßen Wasserschutz über die Bedienbarkeit bis zu Extremsport –, reichen die Preise von wenigen Euro bis zu mehreren Hundert. Grundsätzlich sind wasserdichte Schutzhüllen nach dem internationalen Schutzstandard IP zertifiziert. Den höchsten Standard bietet IP68, der dauerhaftem Untertauchen im Meer standhält. Tinga Horny/srt