Der Wechsel vom Verbrenner zum Elektroauto erreicht bei privaten Fahrzeugkäufern in Deutschland neue Höchststände, so eines der Ergebnisse des sogenannten „E-Barometers“ des größten deutschen Autoversicherers HUK-Coburg sowie einer repräsentativen Online-Umfrage. Demnach wurden im zweiten Quartal 2026 bei zwölf Prozent der Fahrzeugwechsel innerhalb des HUK-Bestands Benziner oder Diesel durch einen reinen Stromer ersetzt. Zu Jahresbeginn hatte dieser Anteil noch bei 6,3 Prozent gelegen. Damit hat sich die Umstiegsquote seit den ersten Monaten des Jahres nahezu verdoppelt. Einen wesentlichen Impuls liefern offenbar die stark gestiegenen Kraftstoffkosten nach Beginn des Iran-Krieges.
Eine Befragung von mehr als 4.000 Menschen im Rahmen des HUK-E-Barometers stützt diesen Zusammenhang. 24 Prozent der Führerscheinbesitzer geben an, wegen der Entwicklung der Benzin- und Dieselpreise erstmals über einen vollelektrischen Pkw nachzudenken oder eine bereits geplante Anschaffung vorzuziehen.
E-Autos für Vielfahrer
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Besonders deutlich zeigt sich die Reaktion bei Vielfahrern. Wer jährlich mehr als 12.000 Kilometer zurücklegt, wechselte wesentlich häufiger auf ein E-Auto als Personen mit geringerer Fahrleistung. Die Quote beträgt 14,7 gegenüber 8,0 Prozent.
Auch die gesellschaftliche Akzeptanz steigt. Erstmals bewerten 52 Prozent der Deutschen reine Elektroautos als gut oder sehr gut. Besonders dynamisch entwickelte sich die Zustimmung unter Frauen: Sie stieg binnen eines Quartals von 37 auf 45 Prozent. Bei Männern erhöhte sich der Wert von 54 auf 59 Prozent.
Regional weisen Schleswig-Holstein und Niedersachsen die stärkste Dynamik auf, gefolgt von Bayern. Parallel gewinnen Plug-in-Hybride durch die seit Jahresbeginn mögliche Förderung an Bedeutung. Besonders bei gebrauchten Fahrzeugen nimmt der Wechsel zu den Teilzeitstromern mit Stecker zu. Mild- und Vollhybride ohne Lademöglichkeit verlieren dagegen an Attraktivität. aum