Bei Smartphones ist es längst gang und gäbe, dass Updates der Software drahtlos aufgespielt werden. Solche Updates gibt es nun immer mehr auch im Pkw-Bereich. Der ADAC nennt Vor- und Nachteile.
OTA: Mittels drahtloser Updates („over the air“, OTA) können Verbesserungen des Betriebssystems oder Fehlerbehebungen bei der Software ohne lange Wartezeit erfolgen. Ein aufwendiger Werkstattbesuch entfällt. Allerdings gab es bereits Fälle, in denen Veränderungen zum Nachteil und ohne Wissen der Autobesitzer aufgespielt wurden (zum Beispiel geringere Reichweite bei E-Autos). Der ADAC warnt auch davor, dass Hersteller versucht sein könnten, Autos zu verkaufen, die noch nicht fertig entwickelt sind, und mögliche Softwarefehler dann im Laufe der Zeit auszubügeln. 2018 war bei 16 Prozent der Rückrufe fehlerhafte Software der Grund.
Functions on Demand: Hersteller können mit Hilfe dieser Technik Sonderausstattungen oder Zusatzfunktionen nachträglich für zeitlich befristete oder unbefristete Nutzung freischalten – natürlich gegen entsprechende Gebühren. Dies kann den Firmen zusätzlichen Gewinn bringen – laut der Unternehmensberatung McKinsey pro Auto im Schnitt 260 Euro. Andererseits kann man damit ein gebraucht gekauftes Auto nachträglich mit Sonderausstattungen aufrüsten. VP